SCHWEIZER MEDIZIN KOMPETENZ: ZÜRICH, MALLORCA, LONDON, NEW YORK

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Im Bereich der psychischen Gesundheit kommt dem Begriff „innere Unruhe“ eine große Bedeutung zu. Sie wird oft als Unterströmung der Angst bezeichnet und ist ein allgegenwärtiges Gefühl des Unbehagens, das unaufhörlich im Inneren zu flattern scheint und sich einer genauen Definition oder einfachen Kategorisierung entzieht. Während jeder Mensch flüchtige Momente der Unruhe erlebt, wird dieses Gefühl für manche zu einem dauerhaften Hintergrund, der das tägliche Leben und das Wohlbefinden beeinträchtigt.

Aus psychologischer Sicht kann sich die innere Unruhe in Form von anhaltenden Grübeleien, einem überwältigenden Gefühl der Ungeduld oder der Unfähigkeit, mit sich selbst im Reinen zu sein, äußern. Sie kann ein Symptom oder eine Begleiterscheinung verschiedener psychischer Erkrankungen sein, z. B. einer generalisierten Angststörung, ADHS, bipolaren Störung oder sogar einer schweren depressiven Störung. In diesen Zusammenhängen ist das Gefühl nicht nur eine vorübergehende Stimmung, sondern ein fester Bestandteil der psychischen Landschaft einer Person.

Das Verständnis der inneren Unruhe ist jedoch von entscheidender Bedeutung, nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Ärzte und Pflegekräfte, die ihnen helfen wollen. Wird dieses Gefühl missverstanden oder abgetan, kann dies zu Fehldiagnosen oder unangemessenen Maßnahmen führen. Wenn sie jedoch anerkannt und mit Sorgfalt behandelt wird, können Strategien entwickelt werden, um diese Unruhe zu bewältigen und sogar zu nutzen. 

Innere Unruhe kann ein schwer zu definierendes Gefühl sein, aber diejenigen, die sie erleben, beschreiben sie auf unterschiedliche Weise:

  • Emotionales Unbehagen: Emotional kann sich die innere Unruhe wie eine nicht identifizierbare Spannung oder Befürchtung anfühlen. Es ist so, als ob man darauf wartet, dass etwas passiert, aber nicht weiß, was dieses „Etwas“ ist.
  • Geistiger Zustand: Auf der kognitiven Ebene kann es sich in zerstreuten Gedanken, Schwierigkeiten bei der Konzentration auf Aufgaben oder dem Gefühl äußern, geistig „abgedriftet“ zu sein. Es kann sich auch so anfühlen, als stünde man am Rande einer Erkenntnis, ohne jemals Klarheit zu erlangen.
  • Körperliche Empfindungen: Manche Menschen verspüren einen ständigen Drang, sich zu bewegen oder zu zappeln, einen Juckreiz, den sie nicht wegkratzen können, oder eine Energie, die sie nicht vertreiben können. Es kann ein Gefühl auftreten, das dem von Schmetterlingen im Bauch ähnelt, oder ein Unbehagen, das sich nicht auf eine bestimmte Quelle zurückführen lässt.
  • Allgemeine Unzufriedenheit: Selbst in Momenten der Ruhe oder wenn alles im Leben in Ordnung zu sein scheint, gibt es eine Unterströmung von Unzufriedenheit, ein Gefühl, dass etwas „nicht stimmt“ oder fehlt.
  • Existentielles Unbehagen: Bei einigen kann es zu einer existenziellen Ebene eskalieren, auf der sie sich mit Gefühlen der Leere, Sinnlosigkeit oder der Frage nach ihrem Platz in der Welt auseinandersetzen.

Innere Unruhe kann eine Reihe von Ursachen haben, die biologische, psychologische, umweltbedingte und gesellschaftliche Faktoren umfassen. Jede Ursache hat ihre eigene Komplexität und kann maßgeschneiderte Strategien zum Verständnis, zur Bewältigung und zur eventuellen Linderung erfordern. Hier ist eine Aufschlüsselung einiger der Hauptursachen:

Psychische Erkrankungen:

  1. Angststörungen: Zu Angststörungen gehören übermäßige und anhaltende Sorgen, Ängste oder Nervosität in Bezug auf verschiedene Aspekte des Lebens. Dieser ständige Zustand erhöhter Wachsamkeit kann zu einem allgegenwärtigen Gefühl der inneren Unruhe führen. Die Betroffenen fühlen sich möglicherweise ständig wachsam und bereiten sich auf vermeintliche Bedrohungen oder Katastrophen vor, die möglicherweise nie eintreten. Diese übermäßige Wachsamkeit führt sowohl zu körperlichen (z. B. Muskelverspannungen) als auch zu geistigen (rasende Gedanken) Symptomen der Unruhe.
  2. Depressionen: Während Depressionen in der Regel durch Gefühle von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Lethargie gekennzeichnet sind, gibt es eine Unterform. Bei dieser Form können die Betroffenen unter Unruhe, Reizbarkeit und körperlicher Unruhe leiden. Diese Kombination kann zu einer besonders beunruhigenden Form der Unruhe führen, bei der sich der Betroffene in seinem eigenen Kopf gefangen fühlt, hin- und hergerissen zwischen dem Drang, zu handeln und sich zurückzuziehen.
  3. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung): Menschen mit ADHS verspüren oft einen ständigen Bewegungsdrang oder folgen ihren Impulsen, was zu körperlichem Zappeln oder geistiger Unruhe führt. Ihr Geist kann schnell von einem Gedanken oder einer Aufgabe zur nächsten springen, was es schwierig macht, sich über längere Zeit auf eine einzige Tätigkeit oder Aufgabe zu konzentrieren. Diese unaufhörliche geistige und körperliche Aktivität kann zu einem tiefgreifenden Gefühl der inneren Unruhe führen.
  4. Bipolare Störung: Die bipolare Störung ist durch abwechselnde Phasen von Depression und Manie oder Hypomanie gekennzeichnet. Während manischer oder hypomanischer Phasen können die Betroffenen einen Energieschub, ein geringeres Schlafbedürfnis, ein übersteigertes Selbstwertgefühl, schnelles Sprechen und eine Fülle von Ideen erleben. Dieser gesteigerte Erregungszustand kann zu Gefühlen der Unruhe führen, bei denen die Betroffenen mehrere Projekte gleichzeitig in Angriff nehmen oder sich risikoreicher verhalten.

Biologische Ursachen:

  1. Medizinische Bedingungen: Erkrankungen wie das Restless-Legs-Syndrom können zu einem zwingenden Drang führen, die Beine zu bewegen, vor allem im Ruhezustand, was zu einem allgemeinen Gefühl der Unruhe führt. Ebenso kann eine Schilddrüsenüberfunktion (sogenannte Hyperthyreose) Symptome wie erhöhte Herzfrequenz, Schwitzen und Angstzustände hervorrufen, die zu innerer Unruhe beitragen können.
  2. Nebenwirkungen von Medikamenten: Verschiedene Medikamente können als Nebenwirkung zu Unruhe führen. Bestimmte Antidepressiva können zum Beispiel die so genannte „Akathisie“ verursachen, einen beunruhigenden Zustand ständiger Unruhe. Ebenso können Medikamente gegen ADHS zu Nervosität oder innerer Anspannung führen.
  3. Neurochemische Ungleichgewichte: Das Gehirn ist auf ein empfindliches Gleichgewicht von Chemikalien angewiesen, um Stimmung und Verhalten zu regulieren. Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin spielen eine entscheidende Rolle für unser Glücksgefühl, unsere Motivation und unsere Wachsamkeit. Jedes Ungleichgewicht – sei es eine Überproduktion, eine Unterproduktion oder eine unzureichende Aufnahme – kann zu Gefühlen der Unruhe, des Unbehagens und der Erregung führen.

Umweltfaktoren:

  1. Stress: Chronischer Stress hält den Körper in einem ständigen „Kampf- oder Flucht“-Modus. Mit der Zeit kann dieser erhöhte Zustand zu einem Gefühl der Unruhe führen, bei dem sich Körper und Geist nie wirklich wohlfühlen.
  2. Mangel an körperlicher Aktivität: Der Mensch ist biologisch darauf ausgelegt, sich zu bewegen. Eine sitzende Lebensweise kann dazu führen, dass sich Energie ansammelt, was zu einem Gefühl der Unruhe und einem zwingenden Bedürfnis nach körperlicher Aktivität führt.
  3. Reizüberflutung: Im heutigen digitalen Zeitalter kann die ständige Berührung mit Bildschirmen, Benachrichtigungen und Stadtlärm unsere Sinne überreizen. Diese Reizüberflutung kann verhindern, dass wir uns geerdet fühlen, was zu innerer Unruhe führt.

Kultureller und gesellschaftlicher Druck:

  1. Gesellschaftliche Erwartungen: Der Druck, sich den gesellschaftlichen Normen anzupassen – sei es in Bezug auf beruflichen Erfolg, Familienrollen oder Lebensstil – kann zu Spannungen zwischen den eigenen Wünschen und den äußeren Erwartungen führen.
  2. Always-On-Kultur: Der moderne Lebensstil legt großen Wert auf ständige Erreichbarkeit, was dazu führt, dass viele das Gefühl haben, immer erreichbar oder produktiv sein zu müssen. Dieser Mangel an geistiger „Auszeit“ kann ein ständiges Gefühl der Unruhe hervorrufen.

Lebensereignisse:

  1. Trauma: Traumatische Erlebnisse können zu posttraumatischem Stress führen, bei dem die Betroffenen die traumatischen Ereignisse geistig noch einmal durchleben. Dieser ständige Zustand der Anspannung kann zu erheblichen inneren Unruhen führen.
  2. Große Veränderungen im Leben: Übergänge im Leben, sei es die Geburt eines Kindes, ein Umzug in eine andere Stadt oder das Ende einer langen Beziehung, können unser Identitäts- und Zugehörigkeitsgefühl erschüttern und zu einem Gefühl des Unbehagens führen, während wir uns auf diesem neuen Terrain bewegen.

Substanzkonsum und -entzug:

  1. Alkohol und Drogen: Die Abhängigkeit von Substanzen und der anschließende Entzug können sich als Unruhe äußern, da der Körper und das Gehirn versuchen, sich in Abwesenheit der Substanz neu zu kalibrieren.
  2. Koffein und Stimulanzien: Während viele Menschen Koffein für ihre Wachsamkeit verwenden, kann ein übermäßiger Konsum zu Symptomen wie Herzklopfen, Angst und Unruhe führen. Auch bestimmte illegale Stimulanzien können einen erhöhten Erregungszustand hervorrufen.

Innere Unruhe ist eine komplexe Erfahrung, die oft mit verschiedenen Emotionen verbunden ist. Innere Unruhe kann flüchtig sein und mit einer vorübergehenden Situation oder einem Stressfaktor zusammenhängen, sie kann aber auch chronisch sein und mit einer psychischen Grunderkrankung oder anderen Faktoren zusammenhängen. Hier sind einige der häufigsten Symptome, die mit innerer Unruhe einhergehen:

Psychologische Symptome

  1. Überwältigende Angst: Sie kann sich als irrationale oder unverhältnismäßige Angst vor bestimmten Ereignissen, Szenarien oder Ergebnissen äußern, selbst wenn sie unwahrscheinlich sind. Diese Angst kann die innere Unruhe aufrechterhalten und eine Schleife erzeugen, in der die Unruhe die Angst verstärkt und umgekehrt. Manche Menschen haben das Gefühl, dass eine Gefahr oder Bedrohung ständig präsent ist, auch wenn es keine greifbaren Beweise gibt.
  2. Rasende Gedanken: Der Geist kann von einer Flut von Gedanken überwältigt werden, die sich schnell überschlagen und es schwierig machen, sich zu konzentrieren oder geistige Klarheit zu finden. Diese Gedanken können unzusammenhängend sein, von einem Thema zum anderen springen oder sich auf bestimmte Ängste oder Sorgen konzentrieren.
  3. Impulsivität: Ein erhöhter Zustand der Unruhe kann Menschen dazu bringen, aus einer Laune heraus zu handeln und dabei die übliche Überlegung oder Abwägung der Konsequenzen zu umgehen. Diese Impulsivität kann manchmal ein Versuch sein, den Gefühlen der Unruhe oder Angst zu entkommen.
  4. Unfähigkeit, sich zu konzentrieren: Der unruhige Geist hat Schwierigkeiten, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und schweift oft ab oder wird abgelenkt. Dies kann zu verminderter Produktivität und erhöhter Frustration führen.
  5. Anhaltende Sorge: Ein chronischer Unterton der Besorgnis, bei dem die Person über verschiedene Lebensaspekte nachdenkt, potenzielle Probleme vergrößert oder endlos „Was wäre wenn“-Szenarien durchspielt.
  6. Reizbarkeit: Die Betroffenen reagieren möglicherweise empfindlicher auf ihre Umgebung oder zwischenmenschliche Interaktionen. Kleinere Ärgernisse können übermäßige Reaktionen auslösen, und die Geduldsschwelle kann erheblich sinken.
  7. Schlafstörungen: Die Unfähigkeit des Geistes, abzuschalten oder zur Ruhe zu kommen, kann zu Schwierigkeiten führen, den Schlaf einzuleiten oder aufrechtzuerhalten. Die Angst und die Unruhe können sich auch in Albträumen oder unruhigen Schlafmustern äußern.

Verhaltenssymptome

  1. Ständiges Bedürfnis nach Anregung: Der ruhelose Geist sucht nach Ablenkungen und wendet sich oft unaufhörlichen Aktivitäten, dem Medienkonsum oder sozialen Engagements zu, in der Hoffnung, den inneren Lärm zu übertönen.
  2. Vermeidungsverhalten: Aufgrund der überwältigenden Angst oder des Unbehagens kann es vorkommen, dass die Betroffenen bestimmte Situationen, Orte oder Menschen meiden, weil sie glauben, dass dies ihre Gefühle der Unruhe oder Angst verringern wird.
  3. Substanzabhängigkeit: Manche greifen zu Alkohol, Drogen oder Medikamenten, um sich selbst zu therapieren oder um ihr inneres Chaos vorübergehend zu überwinden.

Körperliche Symptome

  1. Unruhige Beine: Ein unangenehmer Drang, die Beine zu bewegen, vor allem in Phasen der Inaktivität, der besonders beim Versuch zu schlafen störend sein kann.
  2. Pacing: Ein unkontrollierbares Bedürfnis, sich zu bewegen, oft ohne Ziel, was das innere Gefühl widerspiegelt, nicht stillsitzen zu können.
  3. Zappeln: Sich wiederholende, oft unbewusste Bewegungen wie das Klopfen mit den Füßen, das Ringen der Hände oder das Kauen auf den Nägeln. Diese Handlungen können eine körperliche Manifestation innerer Unruhe sein.
  4. Muskelverspannungen: Ein ständiger Zustand körperlicher Wachsamkeit kann dazu führen, dass die Muskeln, insbesondere im Nacken und in den Schultern, angespannt bleiben, was zu Unwohlsein oder Schmerzen führt.
  5. Zittern oder Schütteln: In einigen Fällen können die Hände oder andere Körperteile ein leichtes Zittern aufweisen, insbesondere bei erhöhter Unruhe oder Angst.
  6. Beschleunigte Herzfrequenz und Atmung: Der Körper kann auf innere Unruhe und Angst mit einer Erhöhung der Herzfrequenz und der Atemfrequenz reagieren, was manchmal zu Herzklopfen oder einem Gefühl der Atemlosigkeit führt.

Der Umgang mit innerer Unruhe erfordert einen umfassenden Ansatz, der häufig sowohl unmittelbare Strategien zur Linderung als auch längerfristige Interventionen zur Beseitigung der zugrunde liegenden Ursachen umfasst. Während regelmäßige innere Unruhe ein flüchtiges oder gelegentliches Erlebnis sein kann, das mit einfachen Bewältigungsstrategien gelindert werden kann, erfordert extreme innere Unruhe aufgrund ihres störenden und bisweilen schwächenden Charakters umfassendere Interventionen. Im Folgenden finden Sie einen Leitfaden zur Bewältigung und zum Umgang mit innerer Unruhe:

Unmittelbare Bewältigungsstrategien:

  1. Tiefes Atmen: Wenn man von Unruhe überwältigt ist, können tiefe und kontrollierte Atemübungen helfen, die Stressreaktion des Körpers zu regulieren. 
  2. Körperliche Aktivität: Eine körperliche Betätigung, sei es ein kurzer Spaziergang, eine Reihe von Dehnübungen oder ein kräftigeres Training, kann helfen, die unruhige Energie zu kanalisieren und Endorphine freizusetzen, die natürliche Stimmungsaufheller des Körpers sind.
  3. Erdungstechniken: Erdungsübungen können dazu beitragen, den Geist von seinem unruhigen Zustand abzulenken und ihn in der Gegenwart zu verankern. Eine gängige Technik ist die „5-4-3-2-1“-Methode, bei der man fünf Dinge identifiziert, die man sehen kann, vier, die man berühren kann, drei, die man hören kann, zwei, die man riechen kann, und eines, das man schmecken kann.
  4. Vermeiden Sie Stimulanzien: Reduzieren Sie, wenn möglich, die Einnahme von Koffein, Nikotin und bestimmten Medikamenten, die das Gefühl der Unruhe verstärken können.

Lebensstil-Interventionen:

  1. Diätetische Überlegungen: Eine ausgewogene Ernährung und die Kontrolle der Aufnahme von Zucker, Koffein und Alkohol können sich positiv auswirken. Manche Menschen finden Erleichterung, wenn sie vermehrt magnesiumhaltige Lebensmittel zu sich nehmen, die eine beruhigende Wirkung haben können.
  2. Schlafhygiene: Die Einführung eines konsequenten Schlafrhythmus, die Schaffung einer angenehmen Schlafumgebung und die Behebung schlafbezogener Probleme können eine wichtige Rolle bei der Verringerung von Unruhezuständen spielen.
  3. Beitritt zu Selbsthilfegruppen: Der Austausch von Erfahrungen und Bewältigungsstrategien mit anderen, die ebenfalls unter innerer Unruhe leiden, kann ein Gefühl von Gemeinschaft und Verständnis vermitteln.
  4. Pädagogische Workshops: Wer mehr über das Wesen und die Ursachen von Unruhe erfährt, kann wirksame Bewältigungsmechanismen finden.

Langfristige Strategien:

  1. Professionelle Therapie: Die kognitive Verhaltenstherapie (kurz: KVT) und andere therapeutische Verfahren können Instrumente und Strategien liefern, um die Ursachen der Unruhe zu verstehen und zu bewältigen. Die Therapie kann den Betroffenen dabei helfen, Denkmuster, die zu ihren Unruhegefühlen beitragen, zu hinterfragen und zu verändern.
  2. Routine etablieren: Ein fester Tagesablauf kann ein Gefühl von Struktur und Vorhersehbarkeit vermitteln, was für jemanden, der unter Unruhe leidet, sehr beruhigend sein kann.
  3. Medikation: In Fällen, in denen die innere Unruhe mit einer bestimmten psychischen Störung wie Angst oder ADHS zusammenhängt, können Medikamente hilfreich sein. Benzodiazepine bieten kurzfristige Linderung von Angstzuständen, bergen aber Abhängigkeitsrisiken. SSRIs und SNRIs bekämpfen die mit Depressionen oder Angstzuständen verbundene Unruhe, während Betablocker, die traditionell gegen Bluthochdruck eingesetzt werden, auch körperliche Angstsymptome lindern können. In schweren Fällen oder bei Behandlungsresistenz können niedrig dosierte Antipsychotika verschrieben werden. Wenden Sie sich an einen Psychiater oder Ihren Hausarzt, um die Risiken und Vorteile einer medikamentösen Behandlung zu besprechen.
  4. Achtsamkeit und Meditation: Regelmäßige Achtsamkeitsübungen oder Meditation können helfen, den Geist zu beruhigen und das Bewusstsein für die Auslöser zu schärfen. Mit der Zeit können diese Praktiken die Häufigkeit und Intensität der unruhigen Episoden verringern.
  5. Begrenzung der Bildschirmzeit: Eine längere Bildschirmnutzung, vor allem vor dem Schlafengehen, kann das Gefühl der Unruhe noch verstärken. Eine digitale Entgiftung oder eine Begrenzung der Bildschirmzeit kann helfen.

In Fällen von extremer Unruhe:

  1. Suchen Sie sofortige Hilfe: Extreme innere Unruhe kann manchmal so weit eskalieren, dass sie unerträglich wird und zu Selbstverletzungs- oder sogar Selbstmordgedanken führt. In solchen Fällen ist sofortiges Handeln unerlässlich. Die Kontaktaufnahme mit einer vertrauenswürdigen psychosozialen Fachkraft bietet eine Möglichkeit der Unterstützung und Beratung. Dies kann bedeuten, dass man sich an einen Experten für psychische Gesundheit wendet, eine Notaufnahme aufsucht oder eine Krisenhotline anruft.
  2. Intensive Therapie: Während leichtere Fälle von innerer Unruhe oft mit ambulanten therapeutischen Maßnahmen und Anpassungen des Lebensstils in den Griff zu bekommen sind, erfordern extreme Fälle einen strengeren Ansatz. Extreme innere Unruhe kann eine stationäre Therapie erfordern, die eine kontinuierliche Betreuung in einem kontrollierten Umfeld bietet, oder Tagesprogramme, die eine intensive Therapie bieten, es den Betroffenen aber erlauben, nachts nach Hause zurückzukehren. Beide Ansätze zielen auf eine tief greifende Heilung und den Aufbau von Resilienz ab.

  1. Innere Unruhe: Ursachen, Symptome & Behandlung. Verfügbar unter: https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/innere-unruhe-ursachen-symptome-therapie/ 
  2. Innere Unruhe richtig behandeln – NetDoktor.at Verfügbar unter: https://www.netdoktor.at/symptome/innere-unruhe/ 
  3. Was tun bei Nervosität und innerer Unruhe? | Apotheken Umschau  Verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/was-tun-bei-nervositaet-und-innerer-unruhe-747449.html 
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