Schlaf ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Wohlbefindens und wirkt sich auf praktisch jeden Aspekt unserer körperlichen, geistigen und emotionalen Gesundheit aus. Die Qualität und Quantität des Schlafs, den wir bekommen, wirkt sich direkt auf unsere tägliche Leistungsfähigkeit, unsere Stimmung und unsere allgemeine Lebensqualität aus. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt leiden jedoch unter Schlafstörungen und Schlafproblemen, die diesen wichtigen Erholungsprozess beeinträchtigen.

 

Schlafstörungen sind Unterbrechungen des Schlafzyklus, zu denen Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen, häufiges Aufwachen während der Nacht oder ein unausgeschlafenes Gefühl beim Aufwachen gehören können. Diese Störungen können vorübergehend sein, was oft mit vorübergehendem Stress oder Umweltfaktoren zusammenhängt, oder sie können chronisch sein, d. h. sie werden zu einem festen Muster. Chronische Schlafstörungen können auf eine zugrunde liegende Schlafstörung hindeuten.

Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, Schlafapnoe, Restless-Legs-Syndrom und Narkolepsie sind Krankheiten, die durch eine anhaltende Störung des normalen Schlafverhaltens gekennzeichnet sind. Diese Störungen können zu verschiedenen Gesundheitsproblemen und chronischen Krankheiten führen. Das Verständnis und die Behandlung von Schlafstörungen und -fehlern ist ein zunehmend wichtiges Anliegen der öffentlichen Gesundheit. Die Folgen von schlechtem Schlaf gehen über das individuelle Wohlbefinden hinaus und wirken sich auf die Produktivität der Gesellschaft, die Gesundheitskosten und sogar die öffentliche Sicherheit aus. 

THE BALANCE – ein Luxusrehazentrum auf Mallorca – zeichnet sich durch seinen Ansatz zur Behandlung von Menschen mit Schlafstörungen aus, indem es eine einzigartige, persönliche Betreuung in einem luxuriösen Rahmen bietet. In der Erkenntnis, dass Schlafstörungen oft vielfältige Ursachen haben, verfolgt das Zentrum einen ganzheitlichen Ansatz und versucht, den ganzen Menschen zu behandeln und nicht nur die Symptome.

 

Schlafstörungen äußern sich häufig durch verschiedene Symptome, von denen einige bei verschiedenen Störungen auftreten, während andere eher spezifisch sind. Diese Symptome können sich überschneiden, und eine einzige Schlafstörung kann mehrere Symptome aufweisen. Im Folgenden sind einige häufige Symptome von Schlafstörungen aufgeführt:

  1. Häufiges Aufwachen in der Nacht: Bei diesem Symptom wachen Sie mehrmals in der Nacht auf und haben Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen. Dies führt zu einem fragmentierten, nicht erholsamen Schlaf, der tagsüber zu Müdigkeit und eingeschränkten kognitiven Funktionen führt.
  2. Lautes Schnarchen und Atemaussetzer (Schlafapnoe): Lautes, chronisches Schnarchen, oft begleitet von Atempausen, ist ein Kennzeichen der Schlafapnoe. Sie unterbricht den normalen Schlafzyklus und führt zu Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen und potenziell schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  3. Einschlafschwierigkeiten (Schlaflosigkeit): Menschen mit Schlaflosigkeit liegen oft lange Zeit wach, bevor sie einschlafen können. Dies kann zu Frustration, Angst und einem Teufelskreis führen, in dem die Sorge, nicht schlafen zu können, zu weiterer Schlaflosigkeit beiträgt.
  4. Exzessive Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie): Wenn Sie sich ungewöhnlich schläfrig fühlen oder tagsüber unwillkürlich einschlafen, kann dies auf Störungen wie Narkolepsie oder Schlafapnoe hinweisen. Dies birgt Risiken, wie z. B. Unfälle beim Autofahren, und kann das berufliche und soziale Leben beeinträchtigen.
  5. Frühmorgendliches Erwachen: Zu frühes Aufwachen und die Unfähigkeit, wieder einzuschlafen, können auf verschiedene Schlafstörungen hinweisen. Dieses Muster stört die Gesamtschlafzeit, was zu Tagesmüdigkeit und Leistungseinbußen führt.
  6. Schlaflähmung: Eine vorübergehende Unfähigkeit, sich beim Einschlafen oder Aufwachen zu bewegen oder zu sprechen, wird als Schlaflähmung bezeichnet. Sie kann eine erschreckende Erfahrung sein, wird aber im Allgemeinen als harmlos angesehen, obwohl sie mit Narkolepsie in Verbindung gebracht werden kann.
  7. Unruhige Beine oder unkontrollierte Bewegungen (das sogenannte Restless-Legs-Syndrom): Ein ständiger Drang, die Beine zu bewegen, vor allem nachts, oft begleitet von unangenehmen Empfindungen, kennzeichnet das Restless-Legs-Syndrom. Es beeinträchtigt die Fähigkeit, einzuschlafen und durchzuschlafen, und führt zu Schlafentzug.
  8. Chronische Müdigkeit und mangelnde Erfrischung nach dem Schlaf: Ein häufiges Symptom verschiedener Schlafstörungen ist das Aufwachen mit dem Gefühl, nicht erfrischt zu sein, selbst wenn man eine ganze Nacht durchgeschlafen hat. Chronische Müdigkeit beeinträchtigt die Stimmung, die Konzentration und die allgemeine Lebensqualität.
  9. Schlafwandeln oder andere Parasomnien: Bei Schlafstörungen wie Schlafwandeln kommt es zu komplexen Verhaltensweisen im Tiefschlaf. Diese können gefährlich sein, da die Person sich ihrer Handlungen nicht bewusst ist und sich nach dem Aufwachen oft nicht mehr an die Episode erinnert.

10. Albträume oder Nachtangst: Wiederkehrende Albträume oder nächtliche Angstzustände können den Schlaf stören, was zu Angst vor dem Schlaf und anschließendem Schlafentzug führt.

Schlafstörungen können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, die von medizinischen und psychologischen Bedingungen bis hin zu Umwelt- und Lebensstileinflüssen reichen. Das Verständnis dieser Ursachen ist der erste Schritt zu einer wirksamen Behandlung. Hier sind einige häufige Ursachen für Schlafstörungen:

Psychologische Faktoren

  • Depressionen: Veränderungen im Schlaf sind ein häufiges Symptom von Depressionen. Manche Menschen leiden unter Schlaflosigkeit und haben Schwierigkeiten, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Andere leiden unter Hypersomnie, d. h. übermäßiger Tagesmüdigkeit und verlängertem Nachtschlaf.
  • Stress und Angst: Ein hoher Stresspegel oder anhaltende Angstzustände können zu Schlafstörungen führen. Die Schwierigkeiten des Geistes, Sorgen und Spannungen abzuschalten, können das Einschlafen erschweren und zu Schlaflosigkeit führen. Dies kann zu einem Teufelskreis führen, da schlechter Schlaf das Stressniveau erhöht.
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): Traumatische Erlebnisse können zu Albträumen oder Nachtangst führen, die den Schlaf stören. Einige Personen mit PTBS können aufgrund von Hyperaktivität und Angstzuständen auch an Schlaflosigkeit leiden.

Umweltfaktoren

  • Arbeitsschichten: Schichtarbeit, insbesondere Nachtschichten, stören den natürlichen zirkadianen Rhythmus des Körpers, was zu einer so genannten Schichtarbeits-Schlafstörung führt. Diese Störung ist gekennzeichnet durch übermäßige Schläfrigkeit während der Arbeitszeit und Schlaflosigkeit, wenn es Zeit zum Schlafen ist.
  • Licht und Lärm: Lichteinwirkung kann die Produktion von Melatonin, einem Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert, beeinträchtigen. Lärm kann häufiges Aufwachen verursachen oder das Einschlafen verhindern. Beide Faktoren können zu schlechter Schlafqualität und Schlaflosigkeit beitragen.

Medizinische Bedingungen

  • Hormonelles Ungleichgewicht: Hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder in der Menopause auftreten, können den Schlaf stören. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kann es zu Symptomen wie erhöhter Herzfrequenz, Angstzuständen und nächtlichen Schweißausbrüchen kommen, die den Schlaf unterbrechen. In den Wechseljahren kann der sinkende Östrogenspiegel zu Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen führen, die ein häufiges Erwachen verursachen.
  • Genetische Faktoren: Einige Schlafstörungen, wie Narkolepsie und bestimmte Formen der Schlaflosigkeit, haben eine genetische Komponente und können in Familien gehäuft auftreten. Genetische Mutationen können die Produktion oder Funktion bestimmter schlafbezogener Hormone und Neurotransmitter beeinträchtigen.
  • Neurologische Störungen: Krankheiten wie die Parkinson-Krankheit und die Alzheimer-Krankheit können den Schlaf aufgrund neurologischer Veränderungen beeinträchtigen, die den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Die Parkinson-Krankheit kann beispielsweise zu einer Fragmentierung des Schlafs, einer Störung des REM-Schlafverhaltens und übermäßiger Tagesmüdigkeit führen.
  • Chronische Schmerzen: Bei Erkrankungen wie Arthritis oder Fibromyalgie kann es aufgrund der Beschwerden oder Schmerzen schwierig sein, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Die Beziehung zwischen Schmerzen und Schlaf ist bidirektional: Schmerzen können den Schlaf stören, und schlechter Schlaf kann die Schmerzen verschlimmern.
  • Chronische Krankheiten: Erkrankungen wie Asthma, Herzerkrankungen oder chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (kurz: COPD) können den Schlaf durch Symptome wie Kurzatmigkeit oder Beschwerden in der Brust beeinträchtigen. Schmerzen oder Unwohlsein können den Schlafzyklus stören und zu Störungen wie Schlaflosigkeit oder Schlafapnoe führen.

Lebensstil-Faktoren

  • Substanzmissbrauch: Der Konsum illegaler Substanzen oder der Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten kann das Schlafverhalten erheblich stören. Verschiedene Substanzen können unterschiedliche Schlafstörungen verursachen, darunter Schlaflosigkeit, Hypersomnie, Schlafapnoe und Parasomnien.
  • Körperliche Inaktivität: Regelmäßige körperliche Betätigung kann zu einem besseren Schlaf beitragen, indem sie hilft, den zirkadianen Rhythmus des Körpers zu regulieren. Eine sitzende Lebensweise kann zu schlechter Schlafqualität führen und das Risiko von Schlafstörungen erhöhen.

Ernährung: Der Konsum von Substanzen wie Koffein oder Alkohol kann den Schlaf beeinträchtigen. Koffein ist ein Stimulans, das das Einschlafen erschweren kann. Alkohol wirkt zwar zunächst beruhigend, kann aber später in der Nacht wach machen.

Schlafstörungen in der Schwangerschaft haben viele Gesichter, und es bestehen komplexe Wechselwirkungen zwischen physiologischen, emotionalen und umweltbedingten Faktoren. Die Auswirkungen gehen über die Unannehmlichkeiten des gestörten Schlafs hinaus und können sich auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken.

Risikofaktoren für Schlafstörungen in der Schwangerschaft:

  1. Körperliche Veränderungen: Das wachsende Baby und die körperlichen Veränderungen können Unbehagen, Schmerzen und Druck auf die Blase verursachen, was zu häufigerem Aufwachen führt.
  2. Emotionaler Stress: Sorgen über Geburt, Mutterschaft und Veränderungen im Leben können Stress und Ängste verstärken, die zu Schlaflosigkeit führen oder andere Schlafstörungen verschlimmern.
  3. Hormonelle Veränderungen: Eine Schwangerschaft führt zu einem Anstieg von Hormonen wie Progesteron, was zu erhöhter Schläfrigkeit führen und den normalen Schlafrhythmus stören kann. Der Östrogenanstieg kann zum Restless-Legs-Syndrom beitragen.
  4. Vorbestehende Erkrankungen: Bei Frauen mit vorbestehenden Schlafstörungen, wie Schlafapnoe oder Narkolepsie, können sich die Symptome während der Schwangerschaft verschlimmern.
  5. Häufiges Urinieren: Während der Schwangerschaft kann der Harndrang zunehmen, vor allem nachts, weil die wachsende Gebärmutter Druck auf die Blase ausübt und das Volumen der Körperflüssigkeit insgesamt zunimmt.

Auswirkungen auf Mutter und Kind

  1. Das Wohlbefinden der Mutter: Chronische Schlafstörungen können zu Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwäche führen und schwangerschaftsbedingte Erkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie verschlimmern.
  2. Wehen und Entbindung: Forschungen haben gezeigt, dass starker Schlafentzug zu einer längeren Dauer der Wehen, einer höheren Wahrscheinlichkeit eines Kaiserschnitts und einem stärkeren Schmerzempfinden während der Geburt führen kann.
  3. Die Entwicklung des Babys: Ein Mangel an ausreichendem Schlaf kann die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen. Schwere Schlafapnoe kann, wenn sie unbehandelt bleibt, sogar die Sauerstoffversorgung des Babys beeinträchtigen.

Zur Bewältigung von Schlafstörungen gehören die Schaffung einer günstigen Schlafumgebung und die Einführung gesunder Gewohnheiten. Während die skizzierten Selbsthilfestrategien den Schlaf vieler Menschen deutlich verbessern können, kann bei anhaltenden oder komplexen Schlafstörungen eine ärztliche Untersuchung und professionelle Behandlung erforderlich sein. Der Weg zu besserem Schlaf ist oft schrittweise, aber mit Engagement und den richtigen Strategien ist er für die meisten Menschen erreichbar. Hier finden Sie einige Selbsthilfestrategien, die Ihnen helfen, Schlafstörungen zu bewältigen:

  1. Entwickeln Sie eine Schlafroutine: Eine konsequente Schlafroutine ist bei der Behandlung von Schlafstörungen von grundlegender Bedeutung. Indem man jeden Tag, auch am Wochenende, zur gleichen Zeit ins Bett geht und aufwacht, kann man die innere Uhr des Körpers regulieren, was das Einschlafen und Aufwachen erleichtert. Beruhigende Aktivitäten wie Lesen, Meditieren oder ein warmes Bad signalisieren dem Gehirn, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen, und erleichtern den Übergang in den Schlaf.
  2. Schlafgewohnheiten aufzeichnen: Das Führen von Aufzeichnungen über Schlafgewohnheiten, wie Schlafenszeit, Aufwachzeit, Störungen und tägliche Aktivitäten, kann Aufschluss darüber geben, was die Schlafqualität beeinträchtigt.
  3. Integrieren Sie körperliche Aktivität: Regelmäßige körperliche Aktivität, wie z. B. sanftes Yoga oder Dehnungsübungen, kann zur Entspannung des Körpers und zur Vorbereitung auf den Schlaf beitragen. Allerdings sollten diese Aktivitäten im Allgemeinen kurz vor dem Schlafengehen vermieden werden, da sie zu anregend sein könnten.
  4. Verbessern Sie die Schlafumgebung: Eine bequeme Matratze und bequeme Kissen, eine kühle, aber angenehme Raumtemperatur und das Ausschalten von Lärm und Licht können eine optimale Umgebung für den Schlaf schaffen. Der Verzicht auf elektronische Geräte wie Telefone und Tablets vor dem Schlafengehen ist ebenfalls wichtig, da blaues Licht die natürliche Produktion von Schlafhormonen beeinträchtigen kann.
  5. Achten Sie auf Ihre Diät und Ernährung: Der Verzehr von schweren oder scharfen Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen kann zu Unwohlsein und Verdauungsstörungen führen und den Schlaf stören. Nehmen Sie stattdessen einen leichten Snack zu sich. Ein kleiner, ausgewogener Snack mit komplexen Kohlenhydraten und Eiweiß kann helfen, den Blutzuckerspiegel während der Nacht zu stabilisieren.
  6. Seien Sie geduldig: Die Verbesserung des Schlafverhaltens erfordert oft Zeit und Ausdauer. Das Erkennen und Feiern kleiner Verbesserungen, die konsequente Umsetzung von Strategien und die Bereitschaft, bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sind wesentliche Aspekte bei der Bewältigung und Überwindung von Schlafstörungen.

Zur Behandlung von Schlafstörungen können verschiedene Therapien eingesetzt werden, die von psychologischen Ansätzen bis hin zu medizinischen Eingriffen reichen. Diese Therapien sind in der Regel auf die Schlafstörung und den allgemeinen Gesundheitszustand des Betroffenen zugeschnitten. Eine umfassende Beurteilung durch einen Gesundheitsdienstleister oder Schlafmediziner ist unerlässlich, um die am besten geeignete Therapie oder Kombination zu bestimmen.

Helle Lichttherapie

Sie wird vor allem bei zirkadianen Rhythmus-Schlafstörungen eingesetzt und hilft dabei, die innere Uhr des Körpers neu einzustellen, indem der Betroffene zu bestimmten Zeiten hellem Licht ausgesetzt wird.

  • Kontrolliertes Timing: Der Zeitpunkt, die Intensität und die Dauer der Lichtexposition werden sorgfältig gesteuert, um den Schlaf-Wach-Rhythmus in einen gewünschten Zeitplan zu bringen.
  • Verwendung von speziellen Lichtkästen: Diese Geräte strahlen ein helles Licht mit Filtern aus, um UV-Strahlen zu entfernen, und die Exposition erfolgt in der Regel unter Anleitung eines medizinischen Betreuers.

Kognitive Verhaltenstherapie (kurz: KVT) bei Schlaflosigkeit

Im Englischen wird diese Unterform der KVT auch als CBT-I abgekürzt. Sie ist ein speziell auf Schlaflosigkeit, eine der häufigsten Schlafstörungen, zugeschnittener Ansatz. Diese Therapie befasst sich mit maladaptiven Verhaltensweisen und falschen Überzeugungen über den Schlaf und bietet praktische Strategien, um den Kreislauf der Schlaflosigkeit zu durchbrechen. 

  • Reizkontrolltherapie: Hilft den Patienten, das Bett und das Schlafzimmer mit Schlaf zu assoziieren, indem sie bestimmte Richtlinien festlegt, wie z. B. das Bett nur zum Schlafen oder zum Sex zu benutzen und das Schlafzimmer zu verlassen, wenn sie nicht innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einschlafen können.
  • Schlafbeschränkung: Zunächst wird die Zeit im Bett auf die tatsächlich geschlafene Zeit begrenzt und dann schrittweise erhöht, wenn sich die Schlafeffizienz verbessert.
  • Kognitive Umstrukturierung: Behebt und korrigiert falsche Vorstellungen über den Schlaf, reduziert Ängste und fördert die Entspannung.
  • Entspannungsübungen: Techniken wie progressive Muskelentspannung und Tiefenatmung zur Beruhigung von Körper und Geist.

Kontinuierliche positive Atemwegsdrucktherapie (kurz: CPAP)

Bei Personen mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) wird bei der CPAP-Therapie eine Maske über der Nase und/oder dem Mund getragen, die mit einem Gerät verbunden ist, das die Atemwege während des Schlafs durch kontinuierlichen Luftdruck offen hält. Die Höhe des Drucks wird auf den Patienten abgestimmt, um einen Kollaps der Atemwege zu verhindern. Die Fortschritte des Patienten werden regelmäßig überprüft, und bei Bedarf werden Anpassungen vorgenommen.

Pharmakotherapie

Je nach der spezifischen Störung und der Krankengeschichte des Patienten können verschiedene Medikamente eingesetzt werden. Dazu gehören rezeptfreie Schlafmittel, verschreibungspflichtige Medikamente wie Beruhigungsmittel oder Hypnotika für Schlaflosigkeit und Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen wie dem Restless-Legs-Syndrom oder Narkolepsie. Während Medikamente kurzfristig wirksam sein können, kann die langfristige Einnahme zu Abhängigkeit führen und sollte von einem Arzt überwacht werden.

Biofeedback-Therapie

Beim Biofeedback lernt der Einzelne, physiologische Funktionen zu kontrollieren, indem er Echtzeitdaten über körperliche Prozesse wie Herzfrequenz, Muskelspannung und Temperatur erhält. Unter Anleitung eines geschulten Therapeuten lernen die Patienten, die Stressreaktionen ihres Körpers zu erkennen und sie mit Entspannungstechniken zu kontrollieren, um den Schlaf zu verbessern.

Hypnotherapie

Hypnose kann als ergänzende Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt werden, insbesondere bei Schlaflosigkeit oder angstbedingten Schlafproblemen. Ein geschulter Hypnosetherapeut führt den Patienten in einen entspannten, konzentrierten Zustand und gibt ihm positive Anregungen und Bewältigungsstrategien, um den Schlaf zu verbessern.

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  1. Heft 27 Schlafstörungen Verfügbar unter: https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/3178/23zMV5WzsY6g_44.pdf
  2. Nichtorganische Schlafstörungen (F51) Verfügbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-012l_S1_Nicht-organische-Schlafstoerungen_2022-01.pdf
  3. Schlafstörungen – das hilft - NetDoktor.at Verfügbar unter: https://www.netdoktor.at/symptome/schlafstoerungen/
  4. Schlafprobleme und Schlafstörungen (Insomnie) Verfügbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/schlafprobleme-und-schlafstoerungen-insomnie.html
  5. Insomnie - Ein- und Durchschlafstörungen | Gesundheitsportal Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/gehirn-nerven/schlafstoerungen/insomnie.html

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