Wussten Sie schon, dass es heute in Deutschland 9,5 Millionen Menschen gibt, die alkoholsüchtig sind und ihr Leben sowie ihre Gesundheit ohne Gedanken aufs Spiel setzen. Jährlich sterben in Deutschland 29.000 Menschen an den schweren Folgen des Alkoholismus und jedes Jahr werden 10.000 Kinder mit schweren Erkrankungen von alkoholkranken Eltern geboren. Ärzte schlagen Alarm und versuchen allen, die gerne oft „Prost“ schreien, zu vermitteln, dass sie sich damit in eine Risikogruppe für Krebs treiben. Auch in Deutschland schlagen Experten Alarm wegen der wachsenden Popularität von Alkohol bei Jugendlichen. Schulkinder sind zunehmend betrunken bis zur Bewusstlosigkeit. Im Jahr 2009 wurden 26.000 junge Menschen mit dieser „Diagnose“ ins Krankenhaus eingeliefert. Krass oder?

Person, die ein Getränk hält.

Die Behandlung von Alkoholismus ist eine komplexe Aufgabe, deren Lösung durch die gemeinsame Anstrengung von Patient und Arzt erreicht wird. Eine der Hauptbedingungen für eine erfolgreiche Behandlung der Alkoholabhängigkeit ist die Selbstmotivation und die Bereitschaft des Patienten zur Behandlung. Der aufrichtige Wunsch, behandelt zu werden und ein hochwertiges, erfülltes und glückliches Leben ohne Alkohol zu führen, gibt einen starken Impuls, den Alkoholismus loszuwerden. Man muss auch verstehen, dass Alkoholismus keine schlechte Angewohnheit ist, sondern eine chronische psychische Erkrankung, die auf einem pathologischen Verlangen nach Alkohol beruht. 

Es gibt 3 Hauptstadien der Behandlung von Alkoholismus:

1 – Alkoholentgiftung. Hier wird die medikamentöse Therapie der akuten alkoholischen Störung und des Alkoholentzugssyndroms durchgeführt.

2 – Anti-Rückfall-Behandlung von Alkoholismus. Hier findet die Psychopharmakotherapie und Psychotherapie statt.

3 – Rehabilitation und soziale Anpassung des Patienten.

Entzugssymptome sind die Reaktionen des Körpers, die sich aus der Beendigung des Alkoholkonsums ergeben. Die Menschen nennen diesen Zustand im Alltag einen Kater, obwohl dies etwas Anderes ist.

Die Beseitigung von Entzugserscheinungen bei Alkoholismus besteht in diesem Fall darin, vom Arzt verschriebene Medikamente einzunehmen. Medikamente bewältigen erfolgreich die Symptome von Entzugserscheinungen und nur eine vollständige Ablehnung von Alkohol hilft, diesen Zustand vollständig loszuwerden.

Die häufigsten Entzugserscheinungen sind:

  • Unterdrückter oder zu aufgeregter emotionaler Zustand. Es wird durch längere Intoxikation hervorgerufen.
  • Zitternde Hände und Augenlider.
  • Krämpfe in den Gefäßen des Gehirns, erhöhter Bluthochdruck. Es wird als Kopfschmerzen ausgedrückt.
  • Übelkeit und Erbrechen. Es tritt bei Patienten auf, die schon lange unter Alkoholismus leiden.
  • Schlafprobleme. Eine Person kann entweder überhaupt nicht schlafen oder leidet unter Albträumen.
  • Verschlechterung der Denk- und Konzentrationsgeschwindigkeit.
  • Akustische und visuelle Halluzinationen sind typisch für besonders fortgeschrittene Varianten von Entzugserscheinungen.

Delirium tremens (Das schwerste Alkoholentzugssymptom)

Das Delir ist die häufigste alkoholische Psychose. Der erste Anfall tritt 7-10 Jahre nach Beginn des systematischen Alkoholkonsums auf. Bei Männern und Frauen ohne Alkoholabhängigkeit kann sich unter bestimmten Umständen ein Delir entwickeln. Pathologische Symptome entwickeln sich nach der abrupten Absage des Patienten, alkoholhaltige Flüssigkeiten zu konsumieren. 

Das klassische Delirium beginnt allmählich. Ärzte unterscheiden die Prodromalphase und 3 Stadien des Delirs. Die Symptome eines Delirium tremens nehmen 2-8 Tage lang kontinuierlich zu. Bis zu 10 % der Patienten erleben zwei oder drei Anfälle, die durch kurze (60 Minuten bis 24 Stunden) Normalisierungsperioden getrennt sind. Die klassische Form des Deliriums endet scharf – eine Person, die an einer Psychose leidet, fällt in einen tiefen, längeren Schlaf.

Das erste Stadium der Psychose wird von Stimmungsschwankungen begleitet, es treten Anzeichen einer Depression auf. Das zweite Stadium der Psychose wird im Moment des Einschlafens von Halluzinationen begleitet. Das Erwachen hindert einen Menschen daran, Träume und Realität zu trennen. Tagsüber beobachtet der Patient visuelle Täuschungen, die zu einer Verschlechterung seiner Stimmung und einer Zunahme der Angst beitragen. Der Abschluss der dritten Phase der Psychose markiert den Ausstieg aus dem Delir. In 90% der Fälle geschieht dies abrupt, in 10% – allmählich. 

Zuerst wird eine Entgiftung des gesamten Körpers in wenigen Tagen bis auf 2-3 Wochen durchgeführt und in der zweiten Phase werden dem Patienten verschiedene psychologische Unterstützungsprogramme angeboten, die zwischen 3 und 6 Monaten dauern. In letzter Zeit gewinnt diese Behandlungsmethode an Popularität. Diese Phase mündet nahtlos in die Rehabilitation, deren Dauer weitgehend vom Patienten selbst bestimmt wird.

Ohne den festen Wunsch des Patienten ist es fast unmöglich, den Alkoholismus loszuwerden. Erfolg wird nur in dem Fall erreicht, wenn dieser Wunsch bewusst ist. Am besten sollte man der schädlichen Sucht ein Ende setzen, bevor ernsthafte und irreversible Veränderungen im Körper auftreten.

Die Behandlung von Alkoholismus in Deutschland ist ein umfassender Ansatz, der sowohl die Suchtbekämpfung auf physiologischer Ebene als auch die psychosoziale Rehabilitation umfasst. Die Behandlung des Alkoholismus in Deutschland umfasst Fortschritte in der klinischen und instrumentellen Diagnostik sowie in der klassischen Psychiatrie. Dadurch ist es möglich, sehr gute Ergebnisse zu erzielen und Patienten vom Verlangen nach Alkohol zu befreien. 

Jetzt erzählen wir Ihnen über einige der Techniken, die in deutschen Kliniken am meistens verwendet werden.

Kälte Türkei oder kalter Entzug

Diese Technik gilt als recht unangenehm, da hier ohne medikamentöse Unterstützung nur eine Entgiftung des Körpers durchgeführt wird. Das bedeutet, dass der Patient einfach abrupt aufhört zu trinken und zu Hause Entzugserscheinungen selbst bekämpfen soll. Sie können sich vorstellen, wie stark eine Person während einer solchen Entgiftung leidet. Infolgedessen geben viele auf und fangen wieder an zu trinken, um diese schrecklichen Entzugssymptome zu lindern. Warum gibt es eine solche Methode? Viele Alkoholiker wollen keine Hilfe bei Spezialisten suchen und hören auf Druck ihrer Familie oder Freunde abrupt mit dem Trinken mit der Hoffnung auf, dass sie die Sucht selbst bewältigen können. Dies gelingt jedoch nicht jedem und ist nur in einem leichten Stadium des Alkoholismus möglich, da in diesem Fall die Symptome nur durchschnittlich 2-4 Tage anhalten. Dann kommt die Phase der Erholung des Körpers und er ist völlig frei von Alkohol und Giftstoffen.

Warmer Entzug von Alkohol

Wenn eine Person in einem Krankenhaus behandelt wird, sprechen wir über den warmen Entzug. In diesem Fall steht der Patient immer unter ärztlicher Aufsicht und kann im Bedarfsfall jederzeit mit Notfallhilfe versorgt werden. Hier wird eine medikamentöse Therapie der Entzugserscheinungen durchgeführt, sodass der Patient deutlich weniger leidet als bei einem kalten Entzug.

Beste Entzugskliniken Deutschland

Die Entzugsklinik ermöglicht den Patienten eine komplette Isolierung von der Trinkumgebung und von Alkohol im Allgemeinen. Dadurch wird das Therapieversagens minimiert.

Die stationäre Behandlung in modernen Kliniken gleicht einem Kuraufenthalt. Es gibt gemütliche Zimmern, komplexe Mahlzeiten, Sporträume, Aufenthaltsräume und manchmal sogar Schwimmbäder. So schaffen die Kliniken eine angenehme Atmosphäre für die Genesung eines Menschen, in der es kein Platz für Vorwürfe gibt, sondern nur Verständnis und Fürsorge.

Schrittweiser Entzug des Alkoholmissbrauchs

Diese Technik ist eine mögliche Alternative dem wärmen Entzug. Statt abrupt auf Alkohol zu verzichten, kann der Patient nun unter ärztlicher Aufsicht den Alkoholkonsum schrittweise reduzieren. So kann man die schwersten Entzugserscheinungen vermeiden und Alkoholabhängigkeit loszuwerden. Während einer solchen Behandlung erhält der Patient auch ein Medikament, das den Rausch des Patienten reduziert, sodass sein Rauschniveau nicht mehr von der konsumierten Alkoholmenge abhängig ist. Dies wirkt sich auch positiv auf den Wunsch aus, mehr Alkohol zu sich zu nehmen.

Turbo-Alkoholentzug

Dies ist eine weitere Möglichkeit des Alkoholentzugs, bei der der Patient unter Narkose eine akute Phase von Entzugserscheinungen erlebt und somit überhaupt davon nichts merkt. Bei dieser Methode kann die Dauer der 1. Phase der Behandlung nur 36 Stunden dauern, aber manchmal treten bei Patienten nach dem Aufwachen weitere Symptome auf und eine weitere Behandlung muss durchgeführt werden.

Wie bei jeder Behandlung von Alkoholismus folgt danach die Behandlung der psychischen Abhängigkeit und der sozialen Rehabilitation.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass diese Methode teuflisch teuer und nicht immer effektiv ist, sodass Ärzte sie in ihrer täglichen Praxis möglichst wenig anwenden.

Nach der Entgiftungsphase beginnt eine Phase der psychologischen Abhängigkeit von Alkohol. In dieser Phase wird eine Psychotherapie durchgeführt, die individuell oder in Gruppen erfolgen kann. Während der Rehabilitation spielen Selbsthilfegruppen eine wichtige Rolle, weil hier die zu Alkoholismus geführten Probleme verstanden und analysiert werden können. Außerdem können Sie auch von anderen Menschen unterstützt werden, die mit der gleichen Krankheit wie Sie zu kämpfen haben und ganz genau verstehen, was Sie in dem Moment fühlen.

Auch die Unterstützung der Familie und Angehörigen ist hier sehr wichtig, denn in dieser Phase lernt der Patient sein soziales Leben wieder aufzubauen.

Wie jede Suchtbehandlung ist auch die Behandlung von Alkoholismus sowohl ambulant als auch stationär möglich. In einigen Fällen ist es einfach notwendig, eine Klinik aufzusuchen, da es manchmal sowohl ambulant als auch zu Hause einfach unmöglich ist, Entzugserscheinungen selbst zu beseitigen.

Ambulanter Entzug der Alkoholismus

Bei leichtem Alkoholismus im Anfangsstadium kann man auf eine stationäre Behandlung verzichten und ambulant behandelt werden. Wie oben geschrieben, kann hier sowohl kalter Entzug als auch wärmer Entzug eingesetzt werden. Ein Patient kann ambulant einen Arzt aufsuchen, wenn er die Entzugserscheinungen zu Hause nicht mehr vertragen kann und leichte medikamentöse Unterstützung benötigt. Am häufigsten wird jedoch die ambulante Behandlung bereits in der Phase der Rehabilitation und zur Kontrolle des Zustandes des Patienten eingesetzt, z. B. kann der Patient auf diese Weise eine Psychotherapie besuchen.

Stationärer Alkoholentzug

In einigen Fällen bevorzugen Alkoholiker eine ambulante Behandlung. Aber es gibt Umstände, in denen eine Heimtherapie unmöglich ist und sogar gefährlich sein kann. Dies gilt für Situationen, in denen die Krankheit fortgeschritten und bösartig ist. Schwere Entzugssymptome können einen Herzinfarkt, Schlaganfall, Koma und eine hypertensive Krise verursachen. Daher sollte der Rückzug aus dem Entzugszustand streng unter ärztlicher Aufsicht einer spezialisierten Einrichtung erfolgen. 

In der Entzugsklinik steht der Patient unter der Aufsicht erfahrener Ärzten. Egal wie stark Suchtkranke geheilt werden wollen, eines Tages kann die Lust zu trinken erwacht werden. In der Entzugsklinik ist die Möglichkeit eines Rückfalls ausgeschlossen. Auch in Klinik besteht die Möglichkeit, starke Medikamente zu verwenden, die unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden müssen, aber sehr hilfreich sein können.

Alkoholentzug in Luxuskliniken

Dazu gehören Kliniken, die die gleiche stationäre Behandlung anbieten, aber hier die Qualität der Leistungen und die Anonymität an erster Stelle stehen. So eine Luxus-Klinik zur Behandlung von Alkoholismus ist wie ein komfortables Elite-Sanatorium, das alle Voraussetzungen für eine umfassende Erholung und professionelle Behandlung bietet. Unter solchen Bedingungen kann man schnell, effektiv und emotional ruhig behandelt und geheilt werden. In der Regel ist die Genesung bei luxuriösen Bedingungen viel schneller und schmerzfreier, darüber soll man nicht viel erklären.

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