12 Minuten

November 2, 2021 von THE BALANCE
Fachlich geprüft

Die Sozialphobie ist eine Angststörung, bei der die Betroffenen zwischenmenschliche soziale Kontakte vermeiden. Mit anderen Menschen oder unter anderen Menschen zu sprechen, auch nur zu telefonieren, zu essen oder irgendeine andere Tätigkeit auszuführen ist ein Gräuel und allein die Vorstellung kann Panik oder sogar physische Leiden wie Durchfall oder Bauchschmerzen auslösen. 

Sozial ängstliche Menschen fürchten, dass Andere sie oder auch Ihr Verhalten als merkwürdig empfinden. Weil Sie unter dieser Phobie leiden neigen Sie dazu in Anwesenheit anderen Menschen zu erröten, zu schwitzen oder Ihre Hände zittern, wenn sie etwas tun. Infolgedessen scheuen sich Betroffene vor sozialen Kontakten oder sie vermeiden vor den Blicken anderer zu essen, zu trinken, zu schreiben oder anderes zu tun. 

Man muss zwischen körperlichen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten unterscheiden. Das Verhalten von Menschen mit Sozialphobie wird oftmals von Außenstehenden falsch gedeutet, was es den Betroffenen gleichzeitig noch schwerer macht. 

Betroffene werden von Dritten möglicherweise als schüchtern, zurückgezogen, ungesellig oder als Einzelgänger wahrgenommen. Da ein menschliche mit Sozialphobie ja aber gerade nicht auffallen will ist er einem Dilemma ausgesetzt, aus dem es für ihn keinen Ausweg zu geben scheint. 

Betroffene entwickeln manchmal Strategien Ihre Phobie zu verstecken oder auszusitzen. Nehmen wir das erwähnte Beispiel nicht in der Öffentlichkeit oder vor anderen Menschen trinken oder essen zu können. Hintergrund könnte zum Beispiel die Angst sein, beim Essen merkwürdig oder peinlich rüberzukommen, weil man vielleicht zu laut schmatzt, sich bekleckert oder einem eine Nudel im Mundwinkel hängen bleibt – und so würde man dann die Blicke aller auf sich ziehen. Betroffenen mit starken Symptomen zittern schon die Hände, allein wenn der Gegenübersitzende Ihnen beim Essen auf die Hand schaut, in der er Gabel oder Messer hält. 

Einige entwickeln die Strategie, sich beim Trinken oder Essen von andern abzuwenden. Natürlich kann das dann gerade die Aufmerksamkeit Anderer erhöhen. 

Leider führen negative Erlebnisse dazu, dass sich die soziale Phobie im Laufe der Zeit verfestigt und verstärkt. 

Betroffene haben vor einfachem „Smalltalk“ genauso Angst wie vor einem Behörden-Anruf oder -Termin. Die Befürchtung nicht beachtet zu werden, ignoriert oder abgewiesen zu werden ist schrecklich. 

Auch Diskussionen mit einem Verkäufer oder einer Hotline oder sogar einfach nur nach dem Weg zu fragen, kann eine enorme Herausforderung darstellen. Betroffene lassen sich hier lieber übervorteilen, verzichten auf einen Umtausch defekter Ware oder riskieren sich zu verlaufen nur, um einem Gespräch aus dem Weg zu gehen, bei dem man eine Zurückweisung oder Unfreundlichkeit einstecken müsste. 

Selbst der Kontakt mit guten Bekannten, Freunden oder Familienangehörigen kann, vor allem wenn man jemanden länger nicht gesehen hat für einen Menschen mit sozialer Phobie etwas sein das Ängste auslöst oder zumindest eine Belastung darstellt. 

Welche körperlichen Symptome gibt es?

Die häufigsten körperlichen Symptome sind Erröten, Zittern, kalte oder schwitzende Hände. Außerdem leiden viele Betroffene an starkem Harn- oder Stuhldrang und manchmal ist ihnen so schlecht, dass sie befürchten, sich zu erbrechen. Da die größte Sorge darin besteht, dass andere diese Anzeichen keinesfalls bemerken, konzentrieren sich mache Betroffene so sehr auf ihre körperlichen Symptome, dass sich diese immer weiter verstärken. 

Psychologische Symptome 

Im Zentrum der Sozialphobie steht die Angst, von anderen Menschen geprüft, angesehen und beurteilt zu werden oder einfach nur zufällig im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen zu können. Daher gehen Betroffene jeder Situation, in denen eine der Befürchtungen wahr werden könnte, großräumig aus dem Weg. 

Die Gefühle, die Betroffene empfinden können sehr stark sein und reichen von Angst (z. B. sich zu blamieren) über Scham bis zu Ärger und Wut über sich selbst. 

Regelrechte Phobische Ängste können Orte oder Situationen auslösen, bei dem man zu sehr unter Beobachtung oder Kommunikationszwang gerät. 

Eine Einladung zu einer Party kann schlaflose Nächte, Ängste und gleichzeitig Wut auf sich selbst auslösen. Da ein Mensch mit Sozialphobie ja gern von anderen positiv betrachtet werden möchte wäre es ja schrecklich, wenn er bei der Einladung zur Party vergessen worden wäre. Jetzt ist er eingeladen und die Vorstellung mit anderen reden kann panische Ängste erzeugen sowie gleichzeitig Wut auf sich selbst. Übrigens können einem Menschen mit Sozialphobie eine große Menschenmenge, vor der er sprechen muss, genauso so Ängste auslösen, wie eine kleine Gruppe, der er sich zugesellen soll. 

Übrigens kann schon die Vorstellung solcher Orte und Situationen ausreichen um Ängste auszulösen. 

Weil die Symptome stark auf bisherigen Erfahrungen und Erlebnissen aufbauen, weichen einige Symptome und auch Auslöser von Ängsten bei Kindern von denen Erwachsener ab. 

Sind Kinder noch nicht schulpflichtig, sind typische Symptome die immer wiederkehrende Angst vor fremden Personen, wozu übrigens nicht nur Erwachsene, sondern sogar gleichaltrige Kinder gehören können. Eltern mag es unverständlich sein, warum ihr Kind nicht mit zum gleichaltrigen Nachbarskind zum Spielen gehen möchte. Selbst das schönste Spielzeug, die Aussicht auf Süßes oder Fernsehen kann einem Kind mit Sozialphobie nicht die Ängste nehmen.  

Geht Ihr Kind lieber zu einer älteren netten Nachbars-Dame als zum gleichaltrigen Kind des Nachbarn, der vor kurzem zugezogen ist? Es könnte an Sozialphobie leiden. 

Ein weiterer Auslöser von Sozialphobie bei Kindern ist die Angst mit anderen verglichen zu werden und dabei schlecht abzuschneiden. 

Eltern können hier vom frühen Kindesalter einen wichtigen Beitrag leisten, damit Ihr Kind nicht oder so wenig wie möglich einmal von Symptomen einer Sozialphobie betroffen sein wird. Das gilt besonders, wenn mehrere Kinder im Haus sind. 

Die Angst vor Bewertung bzw. Vergleich mit anderen Kindern durch die Eltern und andere Familienangehörige sowie eine anschließend schlechte Bewertung wird den Grad der Sozialphobie weiter und weiter wachsen lassen. In einem der ältesten Bücher heißt es ja schon „vergleiche dich nicht mit anderen, sondern nur mit dir selbst, denn dann wirst du Grund zur Freude haben“. 

Während andere Kinder Freude daran haben, vor der Klasse zu singen, Gedichte aufzusagen, und zwar egal, ob sie schief singen oder beim Gedicht aus dem Konzept kommen – ist eine solche Situation für ein Kind, welches unter Sozialphobie leidet, eine Horror-Vorstellung. Vielleicht bringt es sich schließlich gerade deshalb erst recht in eine Situation, die es unbedingt vermeiden will, wenn es zum Beispiel ein Gedicht aufsagen soll und einfach gar nichts sagt oder nicht nach vorn kommt. 

Eltern mit betroffenen Kindern müssen auch damit rechnen, dass ihr Kind vielleicht Angst hat alleine einkaufen zu gehen, jemanden anzurufen oder ans Telefon zu gehen oder mit dem Lehrer oder Gleichaltrigen nur zu sprechen. 

Die Ursachen, das Auftreten von sozialen Phobien sind vielfältig, wie übrigens auch der Schweregrad unterschiedlich sein kann. 

Eine Ursache kann genetische Veranlagung sein. Viel häufiger liegen die Ursachen jedoch in dem Erziehungsstil im Elternhaus und der eigenen Persönlichkeit, die sich durch Lernen und Erfahrungen im Kindesalter entwickelt hat. 

Gerade Merkmale wie Schüchternheit oder Angst vor Unbekanntem entwickeln sich nun mal wesentlich im Kindesalter. 

Auch Denkmuster, wie zum Beispiel das Beste oder das Schlimmste zu erhoffen – entstehen durch persönliche Erfahrungen und Vorbilder.

Ob man an sich bemerkt, wie schnell und ob man rot wird oder das Herz in bestimmten Situationen schneller schlägt – reflektiert meist, ob man als Kind oder Jugendlicher häufig peinlichen Situationen ausgesetzt war oder nicht. 

Auch können Faktoren wie ein extrem kontrollierender oder überbehütender Erziehungsstil der Eltern, traumatische Erlebnisse wie Mobbing, Trennungen von den Eltern oder deren Tod, erlebte oder beobachtete Gewalt in der Familie oder sexueller Missbrauch ein Kind stark prägen. 

Besonders auf Kinder wirkt das, was sie sehen und erleben besonders auf die Persönlichkeitsbildung und Entwicklung von Verhaltensmustern oder auch Ängsten.

Wenn Eltern Ihre Kinder zum Beispiel überbehüten und zu stark kontrollieren, schränkt das ihre Kinder in der Entwicklung des selbständigen autonomen Handelns oder kurz gesagt der Entscheidungsfreudigkeit und Risikobereitschaft stark ein. Die Ängstlichkeit und Sorge der Eltern kann sich auf das Kind übertragen. Kinder könnten dann Überzeugungen entwickeln, dass soziale Kontakte, bestimmte Orte oder Situation “immer” unvorhersehbar und gefährlich sein können.   

Wenn Eltern ihrem Kind die Möglichkeiten selbst zu entscheiden zu stark einschränken, führt dies bei Kindern vielleicht zu einem geringen Selbstwertgefühl.  Das Kind hat kein Selbstvertrauen, um überhaupt eigene Entscheidungen zu treffen oder durch Kommunikation mit anderen und durch Erleben (Fehlermachen eingeschlossen) die Welt zu entdecken. 

Durch den zu stark kontrollierten und überbehüteten Erziehungsstil der Eltern kann ein Kind die Strategie entwickeln, nur Situationen erleben zu wollen, in denen es klare Handlungsanweisungen gelernt hat und die nicht unerwartete Entscheidungen verlangen. Das Kind wird vielleicht allen anderen Situationen aus dem Weg gehen, da diese in ihm Angst auslösen. 

Soziale Phobien führen leider für Betroffene zu Situationen am Arbeitsplatz, die schließlich in eine vorübergehende oder sogar längere Arbeitsunfähigkeit münden können. 

Konkurrenzgefühle und -denken als negativer Multiplikator

Die Sozialphobie führt ja dazu, dass Betroffene bestimmte Situationen und das Verhalten von Vorgesetzten und Kollegen völlig falsch einschätzen. Nicht nur während einer bestimmten für sie unangenehmen Sitation, sondern auch danach kann ihr Denken geradezu blockiert sein, indem sie die Situation wieder und wieder durchleben. Dabei verstärkt sich das negative Empfinden immer weiter und mündet in der Konsequenz, dass sie Zusammentreffen und sozialen Kontakt mit Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden aus dem Weg gehen. Da dies im Berufsleben aber nahezu unmöglich ist, kann es schließlich zum Verlust des Jobs bzw. zur Arbeitsunfähigkeit führen. 

Manche Betroffene, besonders wenn sie der Vergleichsdruck mit anderen Kollegen zu sehr belastet, werfen das Handtuch und kündigen selbst, da sie die ständige Anspannung nicht mehr ertragen können. Durch die negativen Gefühle geprägt haben sie keine Kraft und keinen Willen sich einen neuen Job zu suchen. 

Sowohl die Vorstellung bei einem Termin bei der Agentur für Arbeit einem Sachbearbeiter erklären zu müssen, warum Sie den Job verloren haben ist genauso schrecklich wie die Vorstellung sich wieder bei einem neuen Arbeitgeber bewerben und vorstellen zu müssen. Gerade solche Situationen lösen ja immer wieder ihre enormen Ängste aus. 

Zur Diagnose wird der Arzt oder Therapeut mit dem Betroffenen eine Reihe Fragen durchgehen und den Patienten auch bitten, einen Selbstbeurteilungsfragebogen auszufüllen sowie Dritten, denen er vertraut, Fragebögen zum Ausfüllen zu geben.

 Einige grundsätzliche Merkmale die bei der Diagnose von Bedeutung sind: 

  • Die Ängste und Sorgen des Betroffenen sind intensiv und treten schon länger als 6 Monate auf
  • Die Ängste entstehen in Verbindung mit Situation in denen es zu Kontakt mit anderen Menschen kommt
  • Die Ängste entstehen in vergleichbaren Situationen fast immer wieder

Wesentlich ist, dass Betroffene die Sozialphobie bei sich selbst wahrnehmen und auch selbst den Wunsch haben, diese zu überwinden. 

In akuten Situationen können Betroffene lernen, ihre ständige Anspannung durch verschiedene Entspannungstechniken zu reduzieren. Oft haben Betroffene mit der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson gute Erfahrungen gemacht und erlernt durch Atemübungen und das An- und Entspannen von Muskeln den ganzen Körper sowie auch das Denken aktiv zu entspannen. Weitere Techniken und Bewältigungsstrategien können gemeinsam mit einem Therapeuten besprochen und dann erlernt werden.  

Die soziale Phobie kann sowohl mithilfe einer Psychotherapie als auch mithilfe von Medikamenten behandelt werden. 

Gute Erfahrungen werden häufig mit der kognitiven Verhaltenstherapie gemacht. Wenn diese Therapie nicht erfolgreich ist, kann auch eine Psychodynamische Psychotherapie versucht werden. 

Behandlung mit Medikamenten

In schweren Fällen kann der Arzt eine mindestens begleitende medikamentöse Behandlung erwägen und empfehlen. Das liegt daran, dass davon ausgegangen wird, dass bei Betroffenen mit besonderen schwerer Sozialphobie die Balance bestimmter Botenstoffe (Neurotransmitter) wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin, im Gehirn gestört ist. Eine Behandlung mit Medikamenten setzt im Allgemeinen voraus, dass ein rein therapeutisches Vorgehen nicht erfolgreich ist.  

Psychotherapie

Wie bereits erwähnt wurden oft gute Erfahrungen mit der kognitiven Verhaltenstherapie gemacht. Die Betroffenen lernen hier selbst zu erkennen, dass Ihre Denkmuster und Überzeugungen verzerrt und unzweckmäßig sind. Sie erlernen dies selbst wahrzunehmen und auch zu kontrollieren. Die Patienten werden schließlich mit ausgewählten angstauslösenden Situation konfrontiert und vom Therapeuten angeleitet, neue Verhaltensmuster in der Situation zu erproben.

Psychotherapien bei Balance Mallorca
Da Betroffene ja besonders auch den Kontakt und Gespräche mit anderen Personen scheuen, werden auch bestimmte immer wieder anwendbare Gesprächstechniken geübt. 

Dies alles geschieht zunächst im Rahmen der Therapie Sitzung und später in echten Alltagsumgebungen. 

Bekämpfen Sie Ihre soziale Phobie? Oder geben Sie auf? 

Wenn Sie diese Texte lesen und sich selbst als Betroffenen wiedererkennen – bitte geben Sie nicht auf und finden sich damit nicht ab. Sagen Sie bitte nie „ich bin eben so.“ oder „ich muss eben damit leben“ – dies ist nicht ihr Lösungsweg. 

Reihen Sie sich unter die vielen Betroffenen ein, die erfolgreich Ihre Ängste überwunden haben oder wirklich gute Strategien gelernt haben, damit umzugehen. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen gilt – „die Furcht vor sozialen Kontakten ist heilbar!“

Es gibt inzwischen viele gute Ärzte und Psychotherapeuten, die sehr gute Erfahrungen mit unterschiedlichsten Therapieformen haben und Ihnen helfen. 

Sie werden mithilfe eines Therapeuten neu erlernen, für Sie bisher immer wieder unangenehmen Situation realistisch zu reflektieren und Ihre Emotionen kontrolliert zu verarbeiten. 

Zuerst lernen Sie also verstehen, warum und wie die für Sie unangenehmen Ängste entstehen. Vielleicht wird auch festgestellt, dass eine Ursache die fehlende Balance von bestimmten Botenstoffen (Neurotransmitter) in Ihrem Gehirn ist und diese durch Medikamente wieder ausgeglichen werden kann. 

Dann lernen Sie bestimmte Situationen und das Verhalten anderer Menschen besser im Kontext zu beurteilen und erkennen, wie Sie durch Ihr persönliches Urteil über eine Situation selbst den Verlauf bereits beeinflussen können. Das ist natürlich zunächst noch Theorie, aber eine gute Basis für die Praxis. Sie haben vorher vielleicht schon darüber gelesen und vermutet, dass Ihr eigenes Denken und Ihre Gefühle eine wesentliche Komponente ist. Aber Ihr Therapeut wird Ihnen zeigen, dass soziale Interaktion und Kommunikation nach Gesetzmäßigkeiten verläuft. Wenn Sie diese Regeln kennenlernen und beachten, erhalten Sie ein Stück Kontrolle über unangenehme Situation zurück. Das kann Ihnen auch helfen mehr Selbstvertrauen zu gewinnen. 

Kann man selbst etwas tun, ohne gleich zum Therapeuten zu gehen? 

Wenn Sie den Gang zum Therapeuten oder Arzt vermeiden wollen und nicht unter extrem starken Ängsten leiden, können Sie natürlich selbst versuchen an der Verbesserung Ihrer Situation zu arbeiten. 

Leider ist es dafür unerlässlich, dass Sie Konfrontation in für Sie unangenehmen Situationen nicht aus dem Weg gehen. Im Gegenteil, Sie könnten sich sogar selbst bewusst solchen Situationen aussetzen, die Angstzustände hervorrufen und dann verschiedene Methoden ausprobieren, diese zu bewältigen. 

Sie könnten Entspannungsmethoden und Gesprächstechniken selbst lernen. Wenn Sie nicht einen Kurs besuchen wollen, gibt es für erste Schritte auch gute Fachbücher und Online- bzw. Video-Seminare. Suchen Sie Übungen und Methoden, die Ihnen helfen Denkblockaden zu lösen und innerlich zu entspannen. Und denken Sie immer daran – Ihre Leiden ist heilbar. 

Ein Wort zu Vorsicht – die Sozialphobie und Depression

Wenn man sehr lange Zeit oder unter sehr starken Angststörungen durch Sozialphobie leidet, kann das als Folge Depressionen nach sich ziehen. Hier ist meist professionelle Hilfe nötig, um aus diesem Tal wieder herauszufinden. 

Wichtig ist hier vor allem, dass die Angststörung als deren Ursache erkannt, akzeptiert und erfolgreich therapiert wird. Wenn es dann nach einer Weile wieder leicht fällt und sogar Freude macht am sozialen Leben teilzunehmen, Gedanken mit anderen auszutauschen und  auszugehen, dann kommt wieder Licht ins Leben und die Depressionen vergehen.