Grundsätzlich ist ein Nervenzusammenbruch die umgangssprachliche Bezeichnung für eine akute Belastungsstörung, von der jeder Mensch betroffen sein kann. Vorab müssen angstauslösende Traumata durchlebt werden, die ein belastendes Ereignis darstellen. Dabei spielt eine Rolle, ob die Person selbst von einer akuten Belastungsstörung betroffen oder als Zeuge dabei ist.

Frau, die ihre Beine an ihre Brust umarmt.

Der Nervenzusammenbruch hat nicht immer die gleiche Stärke und dauert zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen. Betroffene sollten aber spätestens nach vier Wochen einen Psychologen aufsuchen, wenn die körperlichen und seelischen Symptome noch nicht abgeklungen sind.

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In diesem Fall kann es sein, dass eine «posttraumatische Belastungsstörung» (PTBS) vorliegt. Die beste Möglichkeit zur Behandlung des Nervenzusammenbruchs liegt darin, dass sich die Patienten Ruhe gönnen und versuchen, belastende Situationen zu vermeiden.

Bei starkem Stress im Alltag sollten sie den Nervenzusammenbruch als ein Warnsignal des Körpers werten und Ihren Lebensstil überdenken. Nur so wird es Ihnen letztlich gelingen, dass Sie sich erholen können und wieder in ein angenehmes Leben zurückfinden. Mit einer Überreaktion reagiert der Körper auf die Symptome, die diese Notsituation begleiten.

Der Name «Nervenzusammenbruch» kommt nicht von ungefähr, denn Stress und hohe psychische Belastungen beanspruchen das vegetative Nervensystem stark – allerdings ohne es tatsächlich zu beschädigen. Auch körperliche Symptome wie Schmerzen oder Übelkeit gehören zu einem Nervenzusammenbruch hinzu. Die Erkrankung kann vorkommen, wenn Stress und anstrengende Lebensanforderungen eine Person überfordern und sie es nicht mehr schafft, mit den relevanten Kriterien umzugehen.

Es gibt mehrere Symptome, die den Betroffenen dabei helfen, zu erkennen, wenn eine Belastungsstörung vorliegt. Menschen, die glauben, dass sie unter einem Nervenzusammenbruch leiden, sollten zeitnah einen Arzt oder Psychiater aufsuchen. Dennoch ist es auch hilfreich, wenn die Betroffenen einmal tief in sich hineinhören und somit herausfinden, ob sie sich über einen längeren Zeitraum hinweg schlecht und ängstlich fühlen.

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Bei einem Nervenzusammenbruch zeigen sich viele unterschiedliche Symptome, die bei jeder Person anders sein können. Typisch sind jedoch beispielsweise starkes Zittern und Weinkrämpfe, zudem kann es zu Herzrasen, einem gestörten Immunsystem, Übelkeit sowie Kopfschmerzen, Nervosität und Unruhe kommen. Die betroffenen Personen fühlen sich schlapp und kraftlos, ausserdem kann es zu depressiven Verstimmungen oder sogar Depressionen kommen.

Beim Erleben eines stark ausgeprägten, dramatischen Traumas kommt es häufig zusätzlich noch zu Wut oder tiefer Trauer. Ein häufig auftretendes Symptom ist auch das Gefühl einer Hilflosigkeit und Leere, sodass die Erkrankten einfach in ein tiefes Loch fallen. In diesen Fällen entsteht meist das Gefühl der Hilflosigkeit, wobei die Patienten Angst davor haben, dass sie ihren eigenen Alltag nicht mehr bewältigen können. Dazu kommt es zur sozialen Isolation.

Körperlicher und geistiger Stress sind als die Hauptursachen eines Nervenzusammenbruchs zu nennen. Durch den Stress ist die Psyche stark beansprucht oder sogar überbelastet, sodass es zur vermehrten Ausschüttung von Hormonen wie Adrenalin und Kortisol kommt. Durch diese Hormone wird der Fluchtreflex der Menschen aktiviert, der auf den gesamten menschlichen Körper überspringt. Wenn der Druck mit der Zeit weiter zunimmt, steigt das Risiko, an einer akuten Belastungsstörung zu erkranken. Als Ursachen kommen Unfälle, Schockerlebnisse, der Verlust einer geliebten Person oder eine schwierige Lebensphase in Frage.

Während ein vorübergehend auftretender Nervenzusammenbruch gut behandelbar ist, hat eine chronische, also eine immer wieder oder dauerhaft auftretende, PTBS wirklichen Krankheitswert. Eine gesteigerte Reizweiterleitung im Nervensystem und die verstärkte Bildung von Stresshormonen fördern die aussergewöhnlichen Belastungen. Bestehen die Symptome – die während der akuten Belastungsstörung aufgetreten sind – länger als einen Monat, sollten die betroffenen Patienten professionelle Hilfe durch einen Psychiater in Anspruch nehmen. Neben der Psychotherapie werden häufig auch Medikamente verschrieben.

Wie bereits erwähnt, bergen ein hoher Stresspegel sowie eine massive psychische Belastung beim Durchleben von Traumata – wie Unfällen, im Krieg oder Überfällen – das hohe Risiko, einen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Solche psychischen Krisen können Menschen unabhängig von Alter, Beruf, Bildung und sozialem Status treffen.

Dabei kann eine Krise aus einer kurzfristig einwirkenden Belastung wie einer Schockreaktion aufgrund einer realen Gefahrensituation resultieren oder die Folge einer länger andauernden Belastung sein. Menschen mit vorbestehenden psychischen Erkrankungen weisen oft eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber problematischen Anlässen auf.

Liegt eine psychische Krise vor, die durch den Verlust des inneren Gleichgewichts ausgelöst wird, gibt es zumeist Lebenssituationen, mit denen die kranken Personen nicht richtig klar kommen. Da die gewohnten Verhaltensweisen nicht mehr erfolgreich sind oder das Denken und Fühlen aus dem Takt geraten, wird das Leben an sich für die Betroffenen schwierig.

Ein Nervenzusammenbruch wird nicht selten von einer Depression begleitet. Dadurch können noch weitere Symptome – wie Suizidgedanken oder ein miserables Selbstwertgefühl – auftreten, die eigentlich lediglich einer Depression zuzuordnen sind. Die Betroffenen neigen zudem vermehrt zu aggressivem Verhalten und Suizidversuchen. Ihre Fähigkeit, persönliche Bindungen einzugehen, wird jedoch nachhaltig gestört.

Internationalen Studien zufolge leiden viele Menschen, die einen Nervenzusammenbruch erlitten haben, tatsächlich unter einer leichten bis mittelschweren Depression. Dies weist darauf hin, dass es einen ergänzenden Zusammenhang dieser beiden psychischen Störungen gibt. Dabei ist die Depression die psychische Störung mit der höchsten Wachstumsrate in den modernen Gesellschaften.

FAQs Nervenzusammenbruch