Menschen, die von einer Magersucht geplagt werden, haben ein Problem damit, den eigenen Körper so zu akzeptieren wie er ist. Der Grund liegt in psychosomatischen Störungen, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise darstellen können. Auch das Verhalten der Betroffenen fällt vollständig unterschiedlich aus.

Blaues Maßband und ein Hemd auf einem Kleiderbügel mit den Armen einer Person darüber.

Manche Betroffene reagieren aggressiv, andere ziehen sich komplett zurück. Bei vielen bildet sich bereits an diesem frühen Zeitpunkt eine Essstörung – wie eine Magersucht – aus. Die Magersucht beginnt zumeist mit einer Diät, um vermeintlich zu hohes Körpergewicht zu reduzieren.

Im Kern werden vier unterschiedliche Anzeichen für eine Magersucht zu erkennen, die dazu führt, dass sich die Essstörung entwickelt und teils zu massiven Störungen führen kann. Die Experten unterscheiden gleich mehrere Störungen, über die die Betroffenen Gewicht verlieren möchten.

Bei der restriktiven Magersucht kommt es zu Hungerattacken, bei einer Purging-Magersucht werden stattdessen Abführmittel eingesetzt, um zu verhindern, dass es zu einer Gewichtszunahme kommt. Die erkrankten Personen nehmen sich als zu dick wahr, haben Angst vor einer Gewichtszunahme und die eigenen Gedanken kreisen vermehrt um das Thema Essen.

Die Magersucht tritt in den meisten Fällen bei Mädchen und jungen Frauen auf, bei denen sich die Ausprägungen der Magersucht unterscheiden. Daher sollen alle wesentlichen Aspekte der Erkrankung noch einmal vorgestellt werden:

Im Jahr 2018 wurden Untersuchungen zufolge 7.218 Fälle an Magersucht diagnostiziert, von denen insgesamt 30 Personen starben. Es ist dabei bekannt, dass mehr Frauen und Mädchen als Männer und Jungen betroffen sind. Ein wesentlicher Auslöser liegt in einem gestörten Verhältnis zum eigenen Körper, wobei die Patienten versuchen, über Mahlzeitersatzmitteln Gewicht zu verlieren. Die typischen Auslöser– ein fehlendes Selbstwertgefühl, Depressionen oder das Streben nach gängigen Schönheitsidealen – kommen oftmals vor.

Magersucht im Alter

Auch der Anteil der Menschen, die eine sogenannte «Spätanorexie» entwickeln, steigt kontinuierlich weiter an. Die Menschen haben bei einer solchen Anorexie das 60. Lebensjahr überschritten und die Erkrankung wird vorrangig durch die Angst vor dem Älterwerden geprägt.

Auch schwere Lebenskrisen, ein veränderter Körper durch die Geburt von Kindern oder dauerhafte Diäten können zu den Gründen zählen. Zudem verspüren viele Betroffene die Angst, dass es zu einem Verlust von Erfolg, Anerkennung und Konkurrenzfähigkeit kommt.

Magersucht bei Kindern

Bei Kindern werden nur in seltenen Fällen eine eindeutige Anorexia nervosa diagnostiziert – sie leiden stattdessen vermehrt unter verschiedenen Mischformen der Essstörungen. Dies gilt insbesondere bei Kleinkindern oder Babys. Die Nahrung wird verweigert oder die Kinder trinken sehr langsam.

Diese Verhaltensweisen dauern mindestens ein Monat lang an und werden von den Eltern als schwierig und belastend empfunden. Bei einer Magersucht zeigt sich – im Vergleich zu einer Magersucht bei Kindern und jungen Erwachsenen – weniger psychiatrische Symptome.

Anorexie bei Frauen

Eine Anorexie tritt vermehrt bei Frauen in der Pubertät und bei Mädchen auf. Zunächst wollen sie «nur» ein paar Kilogramm weniger auf die Waage bringen und machen eine Diät. Danach gelangen die Betroffenen in einen Sog, denn sämtliche Gedanken und Ideen drehen sich nur noch um das Thema Ernährung, gleichzeitig steigt der Wille, scheinbar überschüssiges Körpergewicht zu verlieren. Gleichzeitig beginnen die Patientinnen damit, die Magersucht zu verleugnen. Selbst Frauen, die etwa 40 Jahre alt sind, wollen oftGewicht verlieren, um das Schönheitsideal aufrechtzuerhalten.

Die gute Nachricht zuerst, denn eine Magersucht ist gut behandelbar und lässt sich vollständig heilen. Wer in den Sog der Erkrankung gelangt ist, sich fast ausschließlich mit der eigenen Ernährung – zunächst Vollkost, dann wird’s vegetarisch und abschliessend vegan – befasst ist gefährdet und benötigt zur Bewältigung professionelle Hilfe von psychischen Therapeuten, Medizinern oder Ernährungsexperten – verbunden mit einem längeren Aufenthalt in einer Klinik.

Psychosomatische Störungen und häufige Typen

Trotz guter Heilungschancen fallen jedoch gerade Frauen und Mädchen oftmals in die Verhaltensmuster der Magersucht zurück, sodass gleich mehrere Behandlungsaufenthalte notwendig sind.

Die Behandlung einer Magersucht erfolgt einerseits medizinisch und andererseits über eine Psychotherapie. Dabei ist es sinnvoll, dass die behandelnden Ärzte Hand in Hand arbeiten. Zudem lohnt es sich, dass die Erkrankung bereits kurz nach dem Auftreten der Symptome – namentlich einem schnellen Gewichtsverlust – behandelt wird, da sich die Prognose verbessert. Die Behandlung selbst kann vollstationär, in einer Tagesklinik oder ambulant erfolgen – in Abhängigkeit von der Schwere der Symptome. Die Therapie selbst zielt darauf ab, das Essverhalten und das Körpergewicht der Magersüchtigen zu normalisieren sowie psychische Belastungen zu heilen.

Während der Behandlung wird eine kontinuierliche Verlaufskontrolle und eine Beurteilung des Auftretens von Komplikationen vorgenommen. Dazu wird die Gewichtszunahme protokolliert und regelmässig Laborwerte erhoben. Anschliessend werden die Patienten wieder auf das normale Leben vorbereitet, wobei auch die Familie des Patienten mit einbezogen werden sollten. Sie können dann als Bezugsperson agieren und das Risiko einer Rückfälligkeit in die Magersucht zu verringern. Bei besonders schweren Fällen kann auch der Einzug in eine therapeutische Wohngruppe notwendig werden, damit sie sich gegenseitig unterstützen können.

Der Familie kommt hier eine wesentliche Rolle zu, da deren Mitglieder gleichzeitig Bezugspersonen als auch Freunde sind. Bei Jugendlichen oder Kindern spielen die Eltern eine massgebliche Rolle, da sie in allen Phasen der Behandlung beteiligt sind – von der Erkennung, Erstvorstellung bis zur intensiver Zusammenarbeit mit dem therapeutischen Team, um die Magersucht vollumfänglich zu therapieren und dafür zu sorgen, dass die Chance einer Gesundung wieder steigt. Ausserdem haben sie die Pflicht, für Kinder oder Jugendlichen unter 18 Jahren die richtigen Entscheidungen für die Heilung getroffen werden.

Als therapeutische Möglichkeiten kommen neben der Psychotherapie auch noch andere Therapien in Frage, mit denen längerfristig gegen eine Magersucht vorgegangen werden kann. Dazu gehört die Einnahme von Medikamenten, die vor allem in Zusammenhang mit dem Auftreten von anderen psychischen Störungen – wie beispielsweise Depressionen – nötig werden können. Sie tragen dann dazu bei, beide Erkrankungen zu bekämpfen und dazu beizutragen, dass die Patienten sich besser fühlen. Bei einer Magersucht, bei der die Betroffenen zwischen Leben und Tod schweben, sind hierzu auch die künstlichen Nahrungsmittel zu zählen, die zum Gewichtsaufbau beitragen.

Das Luxus-Behandlungszentrum THE BALANCE bietet die besten Behandlungsmöglichkeiten für eine Anorexie, in der eine hochwertige Behandlung der Essstörung fachmännisch behandelt werden kann. So können die erkrankten Patienten mit der Unterstützung des Zentrums einen Weg zurück in die Normalität finden, sich erholen und gleichzeitig eine auf sich zugeschnittene Therapie nutzen.

Die von einer Essstörung Anorexia nervosa Betroffenen erhalten nicht nur eine massgebliche Therapie, sondern können die therapeutische Behandlung in einer schönen Umgebung absolvieren. Dort können sich die magersüchtigen Patienten an Gewicht zulegen und durch eine ausgezeichnete  Therapie wieder gesund werden. Sie erhalten selbst einen eigenen Koch an die Seite gestellt.

FAQs zur Magersucht