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Bearbeitet & klinisch überprüft vom THE BALANCE Team
Fakten geprüft

Kokain gehört zu den stimulierenden Drogen. Sie wird aus der südamerikanischen Kokapflanze gewonnen und kann geschnieft, geraucht oder auch injiziert werden. Bei Kokain handelt es sich um eine hochgradig abhängig machende Droge. 

Bereits nach einer Dosis kann sich eine Kokainabhängigkeit entwickeln. Forschungen zufolge entwickelt einer von sechs Personen eine mäßige bis starke Kokainabhängigkeit. Bei stärkerem Konsum und wenn Kokain intravenös konsumiert oder geraucht wird, ist die Wahrscheinlichkeit der einer entstehenden Sucht höher als bei leichterem Konsum (wenn Kokain geschnupft oder oral konsumiert wird). Die mit dem Kokainkonsum verbundenen Gefahren können bereits dazu führen, dass eine Person mit dem Konsum aufhören möchte. Unangenehme psychische und physische Entzugssymptome können es für einen Kokainabhängigen jedoch schwierig machen.

Die Anzeichen für eine Kokainabhängigkeit variieren. Zu den häufigen Symptomen der Kokainabhängigkeit gehören:

  • Paranoia
  • Riskantes Verhalten
  • Finanzielle Probleme
  • Heimlichtuerei und Lügen
  • Extreme Stimmungsschwankungen
  • Mehr und mehr Partys
  • Veränderungen im Schlafverhalten
  • Verlust des Interesses an Hobbys
  • Verschlechterung der persönlichen Hygiene
  • Rückzug von Freunden und Familie
  • Treffen mit neuen Freunden, die nur Party machen
  • Vernachlässigung von Pflichten bei der Arbeit oder in der Familie
  • Fortgesetzter Kokainkonsum, obwohl er sich negativ auswirkt

Woran erkennt man Koks?

Koks erkennt man in der Regel an seiner weißen Pulverform, es kann jedoch auch eine kristalline und körnige Substanz haben. Ja nachdem wie es hergestellt wird, kann es unterschiedlich riechen. Wie im Film kann man testen, ob es sich bei einem weißen Pulver wirklich um Kokain handelt. Dabei stippt man mit einem feuchten Finger in die Substanz und reibt es auf Zahnfleisch oder Zunge. Bei einem bitteren Geschmack und Taubheitsgefühl an der Stelle handelt es sich um echtes Kokain. Bestenfalls wird ein weißes Pulver, das unter Verdacht steht Kokain zu sein, jedoch im Labor getestet.

Es stehen viele verschiedene Behandlungs- und Unterstützungsmethoden für den Kokain Entzug zur Verfügung, um bei den Koks Abhängigkeit Symptomen zu helfen sowie mit den eigenen Gefühlen und Gedanken effektiv umzugehen. Die Unterstützung ist ein wichtiger Faktor während des Kokain Entzugs, da ein Großteil der Folgen des Kokainkonsums über einen längeren Zeitraum mit psychischer Instabilität wie Depressionen verbunden ist. Dies bedeutet, dass Betroffene im Kokainentzug sehr viel Verständnis von Freunden und Angehörigen benötigen. Unterstützung kann ebenfalls aus medizinisch-fachlichen Kreisen kommen.

Es gibt verschiedene Selbsthilfegruppen, die den Betroffenen bei der Bewältigung des Kokain Entzugs helfen. Sie eignen sich auch um mit dem Verlangen umzugehen, das noch lange nach Beginn der Kokainentwöhnung anhält. Dort können Süchtige zusammenkommen, um ihre Gefühle und Gedanken im Zusammenhang mit der Kokainabhängigkeit, dem Entzug und der Behandlung in einer sicheren sowie urteilsfreien Umgebung zu besprechen.

Ein Kokain Entzug in einer Klinik kann den Umgang mit den Entzugssymptomen erleichtern und gleichzeitig Rückfälle vermeiden. Der klinische Kokain Entzug eignet sich für jeden Abhängigen – ganz gleich ob die betroffene Person sehr viel oder nur moderat Kokain konsumiert hat. Allerdings finden die meisten Kokainsüchtigen erst nach einem erfolglosen Kokain Entzug auf eigene Faust den Weg zu professioneller Hilfe. 

Wenn ein Konsument unter Kokain Entzugserscheinungen leidet, können verschiedene Symptome auftreten.Mindestens treten als Kokain Entzugserscheinungen Lethargie und Müdigkeit auf. Bei Andauern der Symptome wird sich der Konsument wahrscheinlich ängstlich fühlen. Die Ängste werden den genesenden Süchtigen noch einige Tage oder möglicherweise einige Wochen lang plagen, während die Reste der Kokaintoxine aus dem Körper ausgeschieden werden. Weitere Kokain Entzugssymptome sind:

  • Verlangen nach der Droge
  • Depressionen, die noch Wochen oder Monate nach dem Kokain Entzug bestehen bleiben
  • Unfähigkeit, sich glücklich oder zufrieden zu fühlen
  • Fehlendes Lustempfinden
  • Angstzustände und Paranoia
  • Reizbarkeit und Unruhe
  • Schläfrigkeit und allgemeines Müdigkeitsgefühl
  • Albträume und luzide Träume
  • Misstrauen

Die meisten Entzugssymptome, die ein Konsument bei der Genesung von der Kokainabhängigkeit erlebt, sind eher psychologischer Natur. Sie ähneln nicht unbedingt den körperlichen Begleiterscheinungen, die bei einem Entzug von Heroin oder verschreibungspflichtigen Medikamenten häufig zu erwarten sind. Leider macht dies den Kokainentzug nicht unbedingt leichter.

Der Entzug von Kokain umfasst 3 verschiedene Phasen:

1. Der Absturz

Dieser tritt innerhalb von 24 Stunden nach dem Ende eines Rausches oder einer anhaltenden Phase intensiven Kokain Konsums auf. Jemand, der sich inmitten eines Kokain-Crashs befindet, kann Folgendes erleben:

  • Energie- und Motivationsmangel.
  • Erhöhter Appetit
  • Reizbarkeit
  • Ängstlichkeit
  • Müdigkeit
  • Extreme Depression

2. Entzug

Die zweite Phase beginnt innerhalb einer Woche nach dem letzten Konsum und kann insgesamt bis zu 10 Wochen andauern. Zu den Symptomen gehören:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Energielosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Dysphorie (allgemeines Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Leben)
  • Ängstlichkeit
  • Paranoia
  • Depressionen
  • Heißhunger

3. Auflösung

Diese letzte Phase kann bis zu 6 Monate andauern. Die meisten Kokain Entzug Symptome verringern sich in dieser Phase. Zu den Symptomen dieser Phase gehören:

  • Niedergeschlagenheit
  • Gewisses Verlangen nach Kokain

Es gibt einige Hinweise darauf, dass bei ehemaligen Kokainabhängigen auch nach 4 Wochen Abstinenz noch Impulskontrolldefizite vorhanden sind. Anhaltende Impulskontrollprobleme könnten Teil einer Konstellation von Symptomen sein, die das langwierigen Entzugssyndrom – oder post-akuten Entzugssyndroms – für Kokain unterstützen.

Amphetaminentzug in der Luxusklinik

Stimulanzienkonsumenten zeigen sowohl zu Beginn als auch gegen Ende des Entzugs häufig Aggression, Paranoia und Gewalt. Diese Situationen können für die betroffene Person im Kokain Entzug sowie für die Menschen in ihrer Umgebung gefährlich sein. Das weltweit führende und diskrete Reha- und Kurzentrum für Psychosomatik auf Mallorca bietet Betroffenen während dieser Zeit eine sichere Umgebung.

Die Symptome eines akuten Kokainentzugs klingen oft nach etwa 7-10 Tagen ab. Wie bei vielen anderen Drogen kann das Verlangen nach Kokain jedoch über einen längeren Zeitraum anhalten und plötzlich erneut auftreten – auch Jahre nachdem die Betroffenen den Kokain Entzug erfolgreich hinter sich gebracht haben. Kokain hat eine relativ kurze Halbwertszeit und bei starken Abhängigkeiten können die Entzugserscheinungen bereits innerhalb von 90 Minuten nach der letzten Dosis aufauchen. Die Dauer der Kokain Entzugserscheinungen ist von Person zu Person unterschiedlich. Hier sind einige Faktoren, die den Zeitrahmen für den Koks Entzug beeinflussen können:

  • Dauer des Konsums: Wenn Kokain nur über einen kurzen Zeitraum hinweg missbraucht wird, können die Entzugserscheinungen relativ kurz sein. Sofern Kokain über Jahre hinweg konsumiert wird, können die Entzugssymptome noch wochenlang anhalten, was zum Teil auf eine Ansammlung der Droge im Körper zurückzuführen ist.
  • Durchschnittlich konsumierte Dosis: Falls sehr große Mengen konsumiert wurden, können die Kokain Entzugserscheinungen intensiver sein als bei niedrigeren Dosen.
  • Polysubstanzabhängigkeit: Jemand, der eine Abhängigkeit von zwei oder mehr Drogen entwickelt hat, kann Entzugssymptome im Zusammenhang mit beiden Drogen erfahren, was den Verlauf des Entzugs verkomplizieren und den Kokain Entzug unangenehmer machen kann.
  • Umfeld: Wenn Kokain als Mittel zur Flucht aus einem stressigen Umfeld verwendet wurde, kann Stress den Drang zum erneuten Konsum auslösen. Umweltfaktoren, die zu Stress führen – wie Beziehungsprobleme oder Probleme am Arbeitsplatz – können zu einem starken Verlangen nach Kokain führen, was den psychologischen Koks Entzugsprozess erschwert.
  • Gleichzeitige medizinische oder psychische Probleme: Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychische Problemen wie Depressionen, Angstzustände, Essstörungen oder Persönlichkeitsstörungen, können der Kokain Entzug komplizierter gestalten.

Der Kokainentzug birgt nicht die gleichen Risiken wie die akuten Entzugserscheinungen, die bei Alkohol oder Benzodiazepinen auftreten und zu tödlichen Komplikationen führen können.

Der Entzug von Stimulanzien wie Kokain ist in der Regel nicht lebensbedrohlich. Es gibt jedoch Komplikationen, die einen Koks Entzug risikoreich gestalten können. 

Körperliche Gesundheitsrisiken:

  • Gehirnprobleme. Während des Kokainkonsums und im Kokain Entzug können Krampfanfälle auftreten. Anhaltende Kopfschmerzen können auf Blutungen im Gehirn hinweisen. Ein erhöhtes Risiko für neurologische Komplikationen besteht bei Personen, die in der Vergangenheit bereits Krampfanfälle erlitten haben.
  • Herzprobleme. Kokain wird mit Herzproblemen in Verbindung gebracht, die auch nach dem Kokain Entzug fortbestehen können. Während des Koks Entzuges besteht ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen, Brustschmerzen und Herzinfarkte. Dies gilt insbesondere, wenn Kokain mit Alkohol kombiniert wurde. Ein erhöhtes Risiko für Herzprobleme besteht selbstverständlich bei Personen mit bereits bestehenden oder früheren Herz- und Kreislauferkrankungen.

Risiken hinsichtlich der psychischen Gesundheit:

  • Selbstverletzungen im Zusammenhang mit Depressionen. Die Depressionen können während des Kokain Entzuges sehr schwerwiegend sein, insbesondere bei Menschen, die bereits unter Depressionen leiden. Dies kann zu Selbstmordgedanken oder -verhalten führen. Kokainbedingte Depressionen verschwinden in der Regel innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen. Bei Personen mit bereits bestehenden oder nicht diagnostizierten Depressionen ist es jedoch wahrscheinlicher, dass sie länger unter Paranoia und tieferen Depressionen leiden. Bis zu 50 % der Kokainsüchtigen leiden gleichzeitig an Depressionen, die den Kokain Entzug erschweren. Selbstmordgedanken oder -absichten treten häufiger bei Personen auf, die mehrere Substanzen gleichzeitig missbrauchen.
  • Psychose. Psychosen treten bei Personen, die hohe Dosen Kokain konsumieren, häufiger auf und beginnen bereits in der Regel während des Rausches (oft in Verbindung mit Schlaflosigkeit). Diese Symptome können sich während der akuten Entzugsphase fortsetzen und Gefühle von Paranoia, Halluzinationen, Realitätsverlust, Unruhe und das Potenzial, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen, beinhalten. Bei einem Kokainabhängigen, der im Rausch eine durch Stimulanzien ausgelöste Psychose erlebt hat, besteht das Risiko, dass die Psychose während des Entzugs auch Monate nach dem Absetzen wieder auftritt.

Bisher waren die Versuche, ein Medikament zu entwickeln, das speziell zur Verringerung der Kokain Entzugserscheinungen oder des Verlangens nach Kokain eingesetzt werden kann, erfolglos.

Bestimmte Medikamente wie Modafinil (ein Medikament gegen Narkolepsie mit stimulierenden Eigenschaften) und einige Antidepressiva wurden zwar erforscht und haben ein gewisses Potenzial zur Linderung der Kokain Entzugserscheinungen gezeigt, jedoch sind derzeit keine Medikamente für die Verwendung beim Kokain Entzug zugelassen.

Einige Medikamente können jedoch eingesetzt werden, um spezifische Kokain Entzugssymptome zu lindern, die bei einigen Abhängigen auftreten können. Wer zum Beispiel unter schwerer Schlaflosigkeit leidet, kann von einem Schlafmittel mit minimalem Missbrauchspotenzial profitieren.

In Ihrem Reha- und Kurzentrum The Balance auf Mallorca erhalten Sie professionelle Unterstützung während Ihres Kokainentzugs mit milder Medikation bei Bedarf. 

Häufig gestellte Fragen