Tilidin wirkt schmerzlindernd und gehört zu der Gruppe der Opioiden. Der Wirkstoff wird vorrangig bei der Behandlung von mittelstarken bis starken Schmerzen oder aber akuten Schmerzen eingesetzt und gehört zu der Kategorie der „Prodrugs“ – Opioide ohne eigene biologischen Aktivität chemische Reaktionen aufgrund von enzymatischer und chemischer Verwandlung in andere Wirkstoffe. Aus diesem Grund haben sich diese „Prodrugs“ sowohl bei der Wirkstofffindung als auch der Entwicklung von Arzneimitteln durchgesetzt. Sie sind ein aus Opioiden gewonnener Stoff zur Verbesserung der psycho-chemischen, biopharmazeutischen und pharmakokinetischen Eigenschaften. Die Substanz wird von CYP3A4 und CYP2C19 im Körper verstoffwechselt und wird synthetisch hergestellt.

Zwei Pillenbeutel übereinander.

Tilidin ist vorrangig ist bei der regulären verschreibungspflichtig, doch immer mehr junge Menschen zwischen 15 bis 20 Jahren nehmen missbräuchlich Tilidin – zumeist, um durch eine zu hohe Einnahme negative Effekte hervorzurufen. Tilidin weist in dieser Altersgruppe auf einen vermehrten missbräuchlichen Einsatz hin, denn gerade in dieser Altersgruppe ist in den letzten zwei Jahren der Konsum um das 30-fache gestiegen. Diese Zahlen gehen von den Daten unter der gesetzlichen Krankenkasse aus, aus denen hervorgeht, dass gerade in dieser Altersgruppe einen hohen Anteil an Tilidin-Rezepte erhalten. Die Anwendung des Präparats schafft Euphorie, wirkt hemmungslösend. Bei Menschen über 60 Jahren wird das Mittel nur bedingt eingesetzt.

Wie hoch liegt die Tilidin-Dosierung in Deutschland?

Grundsätzlich hängt die Dosierung von Tilidin immer von der Erkrankung ab und der damit verbundenen Symptomatik. Der Wirkstoff der Tilidin-Dosierung liegt im höchsten Fall kann bei 12 mg in Tablettenform und ist auch als Kapseln verfügbar. Bei einer hohen Dosierung erscheinen schnell massive Nebenwirkungen. Der schmerzlindernde Effekt von Tilidin hilft gegen Schmerzen, indem er im Gehirn die Schmerzwahrnehmung und die Intensität der Schmerzempfindung herabsetzt. Zudem können starke psychische und physische Nebenwirkungen auftreten.

Untersuchungen zufolge konsumieren vor allem junge Männer aus den Maghreb-Staaten Tilidin. Das Tilidin – ein rein synthetischer Wirkstoff – wird mit dem Opioid dabei mit dem Gegenspieler von Tilidin, das durch den Wirkstoff Naloxon kombiniert werden muss, um das Suchtrisiko zu senken. Allerdings steht fest, dass Tilidin süchtig machen kann. Bei sehr hohen Dosen oder wenn das Medikament gespritzt wird, hemmt Naloxon die Wirkung von Tilidin. Opiat- beziehungsweise Opioid-Abhängige entwickeln sich trotz allem Entzugserscheinungen. Trotz der Beigabe Naloxon besteht bei Tilidin immer noch ein zusätzliches, relevantes Abhängigkeits- und Missbrauchspotential. 

Morphinabhängigkeit und Behandlung

Junge Rapper, die enthemmende oder aggressive Gefühle ausleben wollen, verwenden das Präparat sicherlich missbräuchlich, um ein Gefühl der Euphorie und des Rauschgefühls auszulösen. Eine weitere Rolle spielt der sogenannte „Toleranzeffekt“, der auftritt, wenn die bisher genutzte Dosis nicht mehr ausreicht, um die Wirksamkeit tatsächlich sicherzustellen. Während die Einnahme der Medikamente zuletzt noch in Tablettenform eingenommen wurde, spritzen sich Tilidin nun direkt in die Vene und werden innerhalb kurzer Zeit von dem Wirkstoff abhängig. Dadurch wird die Gesundheit der Abhängigen sowohl psychischer als auch physischer Hinsicht in Gefahr gerät.

Dabei reicht die Einnahme von wenigen Einnahmen des potenten Opioids Tilidin schon aus, um Schmerzpatienten süchtig zu machen. Die schmerzlindernde Wirkung tritt innerhalb von zehn bis 15 Minuten und hält höchstens sechs Stunden an. Das Wirkungsmaximum wird nach etwa 25 bis 50 Minuten erreicht. Die Nutzung von 100 mg Tilidin plus 8 mg Naloxon, das oral eingenommen wird, damit die gewünschte schmerzstillende Wirkung erreicht. Dennoch ist das Präparat stark wirkend und darf nur auf Rezept verschrieben werden. Aus diesem Grund ist es auch Bestandteil des deutschen Betäubungsmittelgesetzes.

Tilidin wird laut des WHO-Stufenschemas als wirkstillender Wirkstoff gegen mäßig starke und sehr starke Schmerzen. Als Opioid ist Tilidin ein medikamentöser Stoff, den es in Deutschland als Tablette oder als Tropfen gibt. Das Tilidin unterliegt in Deutschland der Betäubungsmittelgesetz (kurz BIM-Rezept) abhängig ist. Doch trotz der medizinischen Verordnung sollten Schmerzpatienten skeptisch bleiben, denn nicht jeder Arzt bedenkt, wie schnell eine Tilidin-Sucht eintritt. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass sich die Schmerzpatienten eine zweite Meinung durch einen speziellen Schmerztherapeuten suchen sollte.

Wenn durch die Einnahme von Tilidin – das eigentlich nur zur Bekämpfung der Schmerzen verschrieben wurde – eine Änderung der Hirnchemie ein und kann eine Sucht nach Tilidin zur Folge haben. Oftmals sind es diese Veränderung des Körpers, die der Wunsch nach Besserung der Schmerzen notwendig wird. Voraussetzung einer Sucht ist und bleibt die Dosis und die Länge der Behandlung, die mit Tilidin erfolgt. Auch diese zwei Fragen sollten bei der Auswahl des richtigen von Tilidin-Sucht beachtet werden: 

  • Ist Tilidin die optimale Lösung, um den Schmerz zu bekämpfen?
  • Verläuft dieser beschwerdefrei und verzichtet auf die ständig steigende Dosis?

Lediglich bei einer positiven Beantwortung beider Fragen ist ein Entzug nicht notwendig, da Tilidin in diesen Fällen die richtige und angemessene Schmerzmedikation darstellt. Allerdings ist Tilidin durch die Beimischung von Naloxon mit deutlich weniger Nebenwirkungen verbunden als andere Opiate, da diese Nebenwirkungen durch Antagonisierung abgemildert oder minimiert. Darüber hinaus wird das Leben des Betroffenen bei einer Tilidin-Sucht auf lange Sicht immer stärker von der Einnahme des Schmerzmittels dominiert, was einen großen Verlust an Lebensqualität bedeutet.

Neben der gewünschten Wirkung – der schmerzstillenden Wirkung bei starken Erkrankungen wie Krebs oder Rheuma, gibt es auch Symptome, die so nicht geplant sind. So kann es zu gelegentlichem Schwindel kommen, benommen sein, zudem können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Zudem ist das Fahren eines Fahrzeugs aufgrund der Wirkung nicht mehr möglich ist. Beim Auftreten dieser genannten Symptome sollten sich die Patienten nicht anstrengen und sich bei auftretenden Schwindelgefühlen aktiv zu schützen. Bei einer lang andauernden Einnahme von Tilidin zur Bekämpfung von starken Schmerzen zeigen sich diese Langzeiteffekte:

Jeder, der nach Tilidin süchtig geworden ist, muss auch damit leben, dass unschöne Nebenwirkungen sowohl für den Körper als auch für den Geist auftreten. Diese Nebenwirkungen treten vermehrt in der Phase der Eindosierung auf. Diese Gefahr geht von Tabletten und in höherem Maße Injektionen geht von verschiedenen Punkten auf.

Wer Tilidin zu sich genommen hat und dies vielleicht auch über einen längeren Zeitraum hinweg, der muss natürlich mit verschiedenen Nebenwirkungen rechnen, die psychische und physische Probleme für den Körper auf. Daher sollte der Mediziner die Dosis mit Bedacht wählen und lieber eine überschaubare Dosis zu vergeben, sodass es nicht zu Nebenwirkungen kommt. So sind Medikamente, die in der Lage sind, selbst starke und anhaltende Schmerzen zu lindern, in den meisten Fällen eine wahre Wohltat.

Wie bei vielen anderen Medikamenten auch, kann die Anwendung von Tilidin-Tabletten oder Tilidin-Tropfen unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Diese zeigen sich vor allem beim Beginn der Behandlung, können sich aber auch über die gesamte Behandlungsdauer erstrecken. Um das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern, wird häufig empfohlen, während der Einnahmedauer auf körperliche Belastungen zu verzichten.

Auch das Führen von Fahrzeugen und die Bedienung von Maschinen ist aufgrund von beeinträchtigter Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit nur bedingt zu empfehlen. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass viele Schmerzpatienten, die Tilidin aufgrund von Erkrankungen – wie Rheuma oder Krebs – hoch das Suchtpotential auch langfristig ist. Dabei wird aber nicht nur die Suchterscheinungen, aber auch die negativen Folgen per se zu rechnen. 

Kurzfristige Nebenwirkungen des Schmerzmittels Tilidin

Patienten, die unter chronischen und besonders starken Schmerzen leiden, leidet unter einer verringerten Lebensqualität. Daher werden besonders Patienten, die nach Operationen oder anderen Medikamenten ihre Schmerzen mit Opioiden wie Tilidin bekämpft werden. Kurzfristig treten die folgenden psychischen und seelischen Nebenwirkungen auf, die bei der Dosierung berücksichtigt werden sollten. Werden diese nicht eingehalten, kommt es zu diesen kurzfristigen Nebenwirkungen. Bei einer längeren Einnahme steht allerdings fest, dass eine Sucht eintritt. Doch neben der typischen Sucht, gibt es verschiedene Nebenwirkungen:

  • Durchfall sowie Übelkeit und Erbrechen
  • Bauch- und Kopfschmerzen
  • Schwindel und Müdigkeit
  • Halluzinationen und Verwirrtheitszustände
  • Muskelzuckungen

Da es auch passieren kann, dass die Einnahme von Tilidin und den geistigen Verwirrtheitszuständen nicht mit dem Autofahren oder dem Fahren von Kraftfahrzeugen verbunden ist. Ansonsten käme es zu einer erhöhten Unfallgefahr und einer Gefahr für Leib und Leben.

Langfristige Nebenwirkungen des Schmerzmittels Tilidin

Es kann bereits nach wenigen Milligramm pro Milligramm als Tagesdosis verschiedene schwere Nebenwirkungen bei der Einnahme von Tilidin. Bei einer dauerhaften Einnahme kommt es zudem zu einer höheren Schmerztoleranz, sodass die Dosis von Tilidin weiter steigt, um das Gefühl des passenden Effektes zu Linderung der Schmerzen, fühlen sich besser und stärker. Auch ein euphorischer Zustand kann häufig erreicht werden. Die Nebenwirkungen, die im Magen-Darm-Trakt auftreten, werden durch die Zugabe des Wirkstoffs Naloxon gemindert. 

Benommenheit und Schwindel werden jedoch nicht abgemildert – diese Nebenwirkungen treffen die Betroffenen mit voller Härte. Bei einer längeren Einnahmezeit kommt es oftmals zu Depressionen und Atemproblemen. Es beeinträchtigt zudem die Wahrnehmung und führt zu Schlafstörungen.

Es gibt verschiedene Eingabemittel in Deutschland, die auch die Einnahme einer Injektion möglich, während die Injektion in anderen – speziell in den USA – vollständig untersagt ist. Wenn Tilidin in einer zu hohen Dosis eingenommen wird, kann es zu Missbrauch oder einer Sucht kommen. Um zu vermeiden, dass es zu einer Überdosierung bzw. einem Missbrauch kommt, wird zusätzlich der Wirkstoff Naloxon in geringer Dosis beigefügt. Dadurch wird die euphorisierende und schmerzlindernde Wirkung. Bei einer bereits bestehenden Opiatabhängigkeit sollte die Einnahme von Naloxon daher unbedingt vermieden werden, da dieses die Wirkung sämtlicher Opiate unterdrückt und auf diese Weise massive Entzugserscheinungen hervorrufen kann.

Zusätzlich gehören verschiedene Stoffe dazu, die helfen, dass es nicht zu negativen Wirkungen kommen kann. Zu diesen Substanzen gehören Beruhigungs- und Schlafmittel, andere Schlafmittel, Antidepressiva, Gerinnungshemmer als auch Alkohol. Bei dem Konsum beider Stoffe zusammen kann es zu Problemen kommen, wobei insbesondere die Kombination mit Alkohol oder Schlafmitteln die Gesundheitsstörungen auslösen. Durch die stark beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem ist es möglich, dass es zu einer Atemdepression oder gar zu einer Atemlähmung führen kann, die zum Tod führen. Bei der gemeinsamen Einnahme mit Blutgerinnungsmitteln führt es wiederum zu einer geringeren Blutgerinnungszeit kommen, sodass es zu starken Blutungen führt.

Tilidin macht schon nach ein paar Dosen süchtig, sodass es schnell passieren kann, dass die Patienten in einen Teufelskreis geraten. Bei therapeutischer Hilfe in einem luxuriös ausgestatteten Therapiezentrum (REHA) können die Patienten aus ihrer Tilidin-Sucht herauskommen. Dazu sind die folgenden Grundlagen nötig:

  • Ein breites Behandlungsspektrum
  • Privatsphäre und individuelle Betreuung
  • Ein breites Therapieangebot

So kann der Patient eine individuelle Therapie erhalten, die ihm hilft, die Probleme einer Abhängigkeit des Opioids hinter sich zu lassen.

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