Quetiapin ist eines der bekanntesten Antipsychotika, das zur Behandlung von Schizophrenie, bipolarer Störung, Depression und anderen psychiatrischen Erkrankungen verschrieben wird. Viele Faktoren beeinflussen den Blutspiegel dieses Arzneimittels, daher ist es bei der Verschreibung von Quetiapin ratsam, eine Arzneimittelüberwachung durchzuführen.

Quetiapin (Seroquel) ist ein Medikament zur Reduzierung von Halluzinationen und Wahnvorstellungen bei Menschen mit Schizophrenie oder bipolarer Störung. Es wurde in England von der Chemiefirma ICI entwickelt und 1987 patentiert. Dies hat ein Vorteil gewonnen, da es ein milderes Nebenwirkungsprofil hat. Die kurzfristigen Nebenwirkungen von Quetiapin sind Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Schwindel und niedriger Blutdruck im Stehen. Diese Wirkung hält etwa sechs Stunden an. Es ist nicht empfohlen, Seroquel mit Grapefruitsaft zu trinken, da dieser Saft den Stoffwechsel des Medikaments blockiert, was zu einer Verstärkung der Wirkung des Arzneimittels führt.

Wie alle Antipsychotika wirkt es durch Interaktion mit Rezeptoren für verschiedene Neurotransmitter im Gehirn. Der wichtigste solcher Neurotransmitter ist Dopamin. Nervenzellen nutzen es, um sich gegenseitig Impulse zu übertragen. Dopamin wird von einer Zelle freigesetzt und an einen speziellen Rezeptor in einer anderen Nervenzelle gebunden, wodurch diese Zelle aktiviert und die Erregung weitergeleitet wird. Darüber hinaus kann Dopamin die Stimmung einer Person beeinflussen, ein Gefühl der Freude auslösen und die Arbeitsfähigkeit einer Person erhöhen.

Aber nicht immer führt eine große Menge Dopamin zu einer solchen Euphorie. Ein Überfluss an Dopamin im Körper kann zu manischen Gedanken mit einem Zustand der Übererregung führen, sowie eine Verschlimmerung der Schizophrenie bis hin zum völligen Realitätsbruch verursachen.

In diesem Stadium greifen Ärzte zu Antipsychotika und verschreiben beispielsweise Quetiapin. Es lagert sich an Dopaminrezeptoren im Gehirn ab und verhindert auf diese Weise die Aktivierung der Nervenzellen, weil Dopamin an Rezeptoren nicht gebunden werden kann. Dies führt zur Normalisierung des Dopaminspiegels und des Zustands des Patienten.

Quetiapin ist kein Schlafmittel, wird aber oft in niedrigen Dosen verschrieben, um eine Nebenwirkung des Medikaments, nämlich Schläfrigkeit, zu erzeugen. Insbesondere die Vorteile von Quetiapin in Bezug auf den Schlaf wurden für Kriegsveteranen festgestellt, wobei Militärangehörige von einer Abnahme von Albträumen und Angstzuständen berichteten. Einige berichteten sogar, dass sie zum ersten Mal seit ihrer Rückkehr aus dem Krieg mehr als sechs Stunden schlafen konnten. Es wurden aber auch die Bedenken darüber geäußert, dass australisches Militärpersonal, das an PTSD leidet, Quetiapin verabreicht, anstatt eine Psychotherapie zu verschreiben und es scheint gut zu funktionieren.

In therapeutischen Dosen kann Quetiapin viele Nebenwirkungen haben. Seitens des Nervensystems können Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Angst, Erregung, Zittern und Krämpfe auftreten.

Darüber hinaus beeinflusst dieses Medikament die Herzaktivität, was zu orthostatischem Kollaps, erhöhter Herzfrequenz und Herzrhythmusstörungen führen kann.

Seitens des Verdauungssystems wurden auch unerwünschte Folgen wie Trockenheit der Mundschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung festgestellt.

Nebenwirkungen von LSD

Jedes Arzneimittel kann Allergien auslösen und Quetiapin ist keine Ausnahme, obwohl dies sehr selten vorkommt. Am häufigsten äußert es sich in Form eines Hautausschlags.

Seroquel nebenwirkungen bei Demenz

Sehr oft haben Demenzkranke auch Verhaltensstörungen aufgrund von kognitivem Verfall. Und in diesem Fall verschreiben Hausärzte gerne Quetiapin, um die Aktivität und Erregung solcher Patienten zu reduzieren. Aus diesem Anlass wurden zahlreiche Studien durchgeführt, die gezeigt haben, dass die Anwendung von Quetiapin bei Demenz zu einem noch stärkeren Verlust der kognitiven Fähigkeiten des Patienten führen kann. Patienten mit Demenz, die Quetiapin 26 Wochen lang einnahmen, verzeichneten nach 26 Wochen eine durchschnittliche Abnahme von 15,4 Punkten auf einer Demenz-Skala. Daher sollte bei der Verschreibung dieses Medikaments immer berücksichtigt werden, ob der mögliche Schaden den möglichen Nutzen nicht übersteigt und auf eine solche Therapie besser verzichtet werden kann. 

Im Vergleich zu anderen atypischen Antipsychotika wird Quetiapin am häufigsten zu Erholungszwecken verwendet und kann daher eine psychische Abhängigkeit verursachen. Quetiapin hat ein hohes Missbrauchspotenzial bei jungen Menschen, da es auch eine der beliebtesten Straßendrogen ist. Eine Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass Seroquel die meistverkaufte Droge auf den Straßen in Deutschland ist. „Erfahrene“ Leute kennen ihn unter Namen wie “ Squirrel“, „Baby Heroin“ oder „Suzie Q“. Drogenabhängige können die Droge sogar nicht nur durch den Mund einnehmen. Sie schnuppern auch daran oder geben sogar intravenöse Injektionen. Seroquel wird nur in Tablettenform verkauft, ist jedoch in Wasser sehr gut löslich, so dass „erfahrene“ Süchtige die intravenöse Einnahme bevorzugen, da sie so die meisten Highs erreichen. 

Es gibt in Deutschland die Hinweise darauf, dass Quetiapin im Hinblick auf die Missbrauchshäufigkeit häufiger angewendet wird als alle anderen atypischen Antipsychotika zusammen. Es wurde beobachtet, dass Quetiapin mit anderen verschreibungspflichtigen Medikamenten und Straßendrogen gemischt oder allein eingenommen werden kann, um eine psychoaktive Wirkung zu erzielen. Fast alle Quetiapin-Konsumenten haben in der Vergangenheit Alkohol- oder Drogensucht erlebt.

Tramadol Überdosis und Entzugsdauer Deutschland

Quetiapin-Anwender berichten normalerweise, dass sie eine angenehme Linderung durch die Wirkung des Medikaments erfahren. Obwohl nicht klar ist, welcher neurobiologische Mechanismus das Potenzial für den Missbrauch von Quetiapin schafft, neigen Forscher zu der Annahme, dass die antihistaminische Wirkung von vorrangiger Bedeutung ist.

Ein weiterer Grund, warum dieses Medikament bei Drogenabhängigen beliebt ist, dass es sehr schwierig ist, eine tödliche Überdosis zu erreichen. In der Presse ist ein Fall aus der schönen Stadt Köln bekannt, bei dem ein Patient mit Schizophrenie und Halluzinationen 36 Gramm Quetiapin auf einmal einnahm. Das ist mehr als das 30-fache der Tagesdosis. Später stellte sich heraus, dass sie 200 Tabletten einnahm und nur 26 Stunden später von ihrer Freundin gefunden wurde. Die Patientin lag im Koma und unter schwerer Überdosis, kehrte aber nach 3 Tagen intensiver Intoxikation ohne körperliche Folgen in die Psychiatrie zurück.

Aber wie wir oben schon geschrieben haben, verursacht Quetiapin nur eine psychische Abhängigkeit und wird von Drogenabhängigen am häufigsten in Kombination mit anderen Drogen konsumiert. Daher ist es sehr schwierig abzuschätzen, wie schwer das Entzugssyndrom nur bei einer Quetiapin-Monotherapie sein kann. Personen, die Quetiapin zu therapeutischen Zwecken einnehmen, können bei abruptem Entzug auch Entzugserscheinungen entwickeln, dies kann jedoch nicht als körperliche Abhängigkeit bezeichnet werden. Dies liegt nur daran, dass der Körper des Patienten daran gewöhnt ist, von außen unterstützt zu werden und nach Absetzen des Medikaments muss er sich stark zu eigenständiger Arbeit umorganisieren, daher sollte die Dosierung schrittweise reduziert werden. Dadurch kann das Risiko von Eintreten der Entzugserscheinungen verringert werden.

Laut Patientenbewertungen kann ein abrupter Entzug des Medikaments folgende Symptome verursachen:

  • Starkes Schwitzen
  • Schlaflosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Starker Schwindel
  • Herzklopfen
  • Bauchschmerzen und starker Durchfall
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Unangemessene Sorge

Eine seltene Folge eines plötzlichen Absetzens von Quetiapin sind unwillkürliche Bewegungen der Hand- und Gesichtsmuskulatur, die sehr selten das ganze Leben eines Patienten begleiten können.

Entzugssymptome können von mehreren Stunden bis zu mehreren Wochen andauern, daher ist es am besten, Hilfe von einem Rehabilitationszentrum zu suchen. Im schlimmsten Fall wird der Patient aufgrund schwerer Entzugserscheinungen wieder auf das Medikament zurückgreifen und kann die Einnahme von selbst nicht mehr abbrechen.

Die Drogenabhängigkeit von Antipsychotika ist gefährlich, da in diesem Fall eine Person Medikamente einnimmt, die die Symptome der Krankheit wirksam bewältigt, die Ursache der Krankheit jedoch nicht beseitigt werden. In der Regel hat der Patient nicht genug Geduld, er bricht die Behandlung nach der Normalisierung seines Zustands ab. Dies führt ihn nach einiger Zeit wieder zur Einnahme des Medikaments, da die Krankheitsursache nicht beseitigt ist und die Symptome wieder auftreten.

Bei längerem Gebrauch solcher Arzneimittel wird eine Person süchtig. Ein Entzug von Neuroleptika ist sehr unangenehm. Das abrupte Absetzen kann zu Tränen, Depression, Aggression und anderen negativen emotionalen Manifestationen bei einer Person führen. Darüber hinaus verschlimmert ein abruptes Absetzen häufig den Verlauf der zugrunde liegenden psychiatrischen Erkrankung. Das Entzugssyndrom der Neuroleptika ist in seinen Erscheinungsformen mit dem Drogenentzug vergleichbar.

Die beliebtesten Methoden zur Behandlung von Entzugserscheinungen sind:

  • Schrittweise Reduzierung der Tagesdosis bis zur vollständigen Absetzung von Quetiapin
  • Psychotherapie
  • Behandlung der Krankheitsursache, nicht nur die Linderung der Symptome

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