Promethazin ist ein Medikament von Phenothiazin-Gruppe, das in den meisten Fällen zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt wird. Dieses Medikament ist mittlerweile beliebt und wird sehr oft von Ärzten verschrieben, da es ein relativ kleines Nebenwirkungsspektrum hat und eine sehr „milde“ beruhigende und antiallergische Wirkung auf den Körper beweist. In diesem Artikel werden wir alle Haupteigenschaften von Promethazin erläutern, welche Nebenwirkungen auftreten können, wie es mit anderen Substanzen interagiert und ob sich eine Überdosierung dieses Medikaments entwickeln kann.

Wie bereits oben ein wenig beschrieben wurde, wird Promethazin zwar als Neuroleptikum eingestuft, hat er aber noch viele andere Wirkungen. Dennoch besteht seine Hauptwirkung darin, Histamin-Rezeptoren des menschlichen Körpers zu blockieren, die für die Entwicklung einer allergischen Reaktion verantwortlich sind. Daher werden solche Medikamente auch als Antihistaminika bezeichnet. Es wird bei Symptomen wie Hautausschlag, Juckreiz, Ekzemen, Bronchospasmen und anaphylaktischem Schock verschrieben.

Darüber hinaus kann das Medikament Dopamin-Rezeptoren auch blockieren und somit das zentrale Nervensystem leicht dämpfen, was bei der Behandlung aller Arten von psychischen Erkrankungen hilft, die mit Übererregung des Körpers oder übermäßigem Stress verbunden sind. Das Medikament wird in der Anästhesiologie vor oder nach der Anästhesie aktiv eingesetzt, wobei die beruhigende Wirkung des Wirkstoffs genutzt wird. Darüber hinaus hat das Medikament eine antiemetische Wirkung, die auch in der postoperativen Phase nützlich ist, da Patienten nach der Narkose häufig über Übelkeit klagen.

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In Kombination mit anderen Medikamenten kann Promethazin aufgrund seiner beruhigenden Eigenschaften auch zur Behandlung von Migräne und verschiedenen Schlafstörungen eingesetzt werden.

Promethazin wird am häufigsten als Tabletten verwendet und gelangt sehr schnell aus dem Magen in den Blutkreislauf. In die Leber wird dann ein drittes Viertel des Wirkstoffs neutralisiert und der restliche Teil wirkt 7 bis 24 Stunden im Körper. Danach verlassen die Reste des Wirkstoffes den Körper vollständig über die Nieren und den Darm.

Jedes Medikament hat seine Hauptwirkung, warum es eigentlich verschrieben wird und zusätzlich unerwünschte Nebenwirkungen, die mit unterschiedlicher Häufigkeit auftreten.

Bei etwa 10 % aller Patienten traten nach der Einnahme von Promethazin unangenehme Symptome wie Benommenheit und Mundtrockenheit auf. Weitere Manifestationen waren Nebenwirkungen im Bereich des Herzens, der Lunge und des Darms, wie zum Beispiel:

  • Krämpfe
  • Verschlechterung des Sehvermögens
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme
  • Gallenstau und Leberentzündung
  • schnelle oder erhöhte Herzfrequenz
  • verminderte Libido
  • Fieber
  • Schwitzen
  • Arrhythmie
  • Schwindel

Auch in der medizinischen Praxis wurden sehr selten Fälle einer besonderen Komplikation festgestellt, die Ärzte als malignes neuroleptisches Syndrom bezeichneten. Sie kann sich am Anfang der Therapie mit Promethazin entwickeln und äußert sich in Muskelschwäche, Krämpfen, Fieber, starkem Schwitzen, Herzklopfen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma und laborchemische Veränderungen des Blutes .

In der Medizin gibt es kein einziges Medikament, das mit Alkohol völlig unbedenklich ist. Und Promethazin ist leider hier keine Ausnahme. Die Kombination von Promethazin und Alkohol gilt als gefährlich, da die Gefahr von Wechselwirkungen besteht, die zu völlig unvorhersehbaren Folgen führen können. Alkohol kann einerseits die Wirkung des Medikaments verstärken, was zu einer Überdosierung oder toxischen Leberschäden führen kann.

Andererseits kann es den Wirkstoff vollständig neutralisieren und die Therapie wird wirkungslos, sodass die Erkrankung des Patienten sich noch verschlimmern kann. Ebenso beeinflusst Promethazin den Alkoholabbau, da die Leber die Entgiftung von Substanzen nicht gleichzeitig bewältigen kann und sich Alkohol im Körper anreichern kann. In jedem Fall wird empfohlen, die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Promethazin möglichst zu vermeiden.

Da das Medikament zur Gruppe der Antihistaminika und milden Antipsychotika gehört, kann es selbst keine körperliche oder geistige Abhängigkeit verursachen. Eine weitere Gefahr besteht jedoch darin, dass Menschen mit Drogensucht es gerne in Kombination mit anderen Drogen einnehmen, um deren Wirkung zu verstärken. So kann Promethazin beispielsweise die Wirkung von Opiaten oder Codein um ein Vielfaches verstärken.

Daher benötigt der Süchtige eine geringere Dosis und greift oft auf ähnliche Kombinationen zurück. In den USA wurde eine Studie durchgeführt, wonach 15 % der Drogenabhängigen, die Methadon als Substitutionstherapie bekommen haben, auch Promethazin ohne Rezept oder ärztliches Rezept gleichzeitig eingenommen haben.

Dieses Medikament wird nur für kurze Therapiezeiten oder sogar für eine einmalige orale Verabreichung verschrieben. Da keine Gefahr einer Abhängigkeit von diesem Medikament besteht, gibt es in Deutschland keine Promethazin Abhängigkeit. Aber das Problem der Drogensucht ist immer noch sehr akut und Drogenabhängige nehmen gerne Promethazin, um ihr High zu verstärken. Die genaue Zahl der Drogenabhängigen in Deutschland ist nicht bekannt. Es gibt nur grobe Schätzungen. Allein im vergangenen Jahr starben in Deutschland durch den Konsum verschiedener Drogen 1002 Menschen, wobei es erhebliche regionale Unterschiede gibt. Bei der Gesamtzahl der Toten liegt Bayern an der Spitze.

In diesem Bundesland wurden im vergangenen Jahr 230 Todesfälle registriert. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nur einen. Auf Pro-Kopf-Basis ist die Situation in den Großstädten Nürnberg, Köln, Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und München am ungünstigsten. Die meisten Todesfälle durch Drogenkonsum sind Männer (83 Prozent). Aber die in Deutschland am weitesten verbreitete Droge sind Haschisch und Marihuana, die hier aus den Niederlanden kommen, wo diese frei verkauft werden.

Das einzige und wichtigste Symptom des Missbrauchs von Antihistaminika wie Promethazin ist die Entwicklung von Toleranz. Die übliche Dosierung des Arzneimittels kann nicht mehr die gleiche Wirkung wie zuvor erzielen und daher muss der Patient die Dosierung des Arzneimittels erhöhen. Dies kann von Schläfrigkeit gefolgt werden, da Promethazine auch als Schlafmittel verwendet wird. Eine Person kann sich ständig müde fühlen, schläfrig aussehen oder ständig zu Hause schlafen, ohne das Haus zu verlassen. Als Folge können psychische Probleme auftreten, eine körperliche Abhängigkeit wird jedoch nicht entstehen.

Eine Überdosierung von Promethazin ist sehr gefährlich und manchmal kann sogar tödlich sein, insbesondere für Jugendliche und Kinder. Die Promethazin Höchstdosis für Erwachsene bei oraler Einzeleinnahme – 75 mg, Tagesdosis – 500 mg. Die wichtigsten Manifestationen einer Überdosierung werden als Reaktionen des Zentralnervensystems angesehen. Es kann sich eine sehr ausgeprägte Schläfrigkeit entwickeln bis auf Bewusstlosigkeit mit Beeinträchtigung des Atmens oder Atemstillstand.

Menschen, die eine große Dosis eingenommen haben, können starke Angstzustände erleben, durch Halluzinationen gestört werden, starke Erregung erfahren oder Krämpfe entwickeln. Oft geht eine Überdosierung mit einer Fehlfunktion des Herzens einher, so kann der Blutdruck auf sehr niedrige und manchmal kritische Werte absinken, Tachykardien können auftreten, die durch schwere Herzrhythmusstörungen erschwert werden können. Die Schwere der Symptome hängt natürlich von der eingenommenen Dosierung und den individuellen Eigenschaften des Organismus ab. All diese Symptome können von üblichen Beschwerden wie Fieber, Mundtrockenheit, Sehstörungen, Verdauungsproblemen und Harnverhalt begleitet sein.

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Daher sollte daran erinnert werden, dass eine Überdosierung für die Gesundheit und das Leben des Patienten sehr gefährlich sein kann und wenn Sie eine Promethazin Überdosierung bei jemandem vermuten, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Wenn es eine Monotherapie mit Promethazin durchgeführt wird, was bedeutet, dass der Patient keine Medikamente mehr einnimmt, verursacht er kein Entzugssyndrom sowie Entzugserscheinungen. Es ist notwendig, die Dosierung des Arzneimittels langsam zu reduzieren, bis es vollständig aufgehoben ist, nur damit keine Schlafstörungen auftreten.

Aber oft wird dieses Medikament noch in der Kombinationstherapie verschrieben. Zum Beispiel, wenn man Alkohol- oder Drogensucht loswird, wird Promethazin verschrieben, um Entzugserscheinungen zu lindern. Patienten mit einer solchen Therapie müssen beim Absetzen von Promethazin in diesem Fall die schwersten Entzugssymptome selbst bewältigen und komplett erleben. Daher müssen solche Kleinigkeiten berücksichtigt werden. Vor dem Absetzen von Promethazin sollte eine detaillierte Anamnese durchgeführt werden, welche Medikamente und warum der Patient einnimmt, da dies den Behandlungsverlauf einer anderen Krankheit radikal beeinflussen kann.

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