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Bearbeitet & klinisch überprüft vom THE BALANCE Team
Fakten geprüft

Emotionale Verstimmungen sind keine Seltenheit und auch Depressionen gelten inzwischen als Volkskrankheit der zivilisierten Welt. Nicht nur ältere Menschen, sondern auch zunehmend Kinder und Jugendliche haben mit dieser Erkrankung zu tun und fordern dem Betroffenen und seine Nahestehenden viel Verstehen und Kraft ab. Glücklicherweise sind mentale und psychische Störungen heutzutage keine Probleme mehr, mit denen ein Mensch alleine gelassen wird.

Das Wissen über unterschiedlichste Störungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten ist so umfassend, dass meist rasch adäquate Hilfe zur Verfügung gestellt werden kann, vorausgesetzt der Erkrankte ist bereit, diese auch in Anspruch zu nehmen. Denn die Offenbarung einer Depression ist nicht unbedingt leicht, vor allem dann, wenn sie vom Betroffenen selbst oder seinem nahen Umfeld eher als Schwäche denn als ernstzunehmende Krankheit interpretiert wird. Eines ist klar: Je länger eine depressive Erkrankung unbehandelt bleibt, desto schwieriger und langwieriger kann sich der Genesungsprozess gestalten. Auch Folgeerkrankungen sind nicht selten, bleibt eine Depression zu lange unerkannt. Häufig wird diese von diversen Zwängen oder Süchten begleitet, was den Weg in eine Alkoholabhängigkeit ebnet.

Eine Depression kann lange Zeit unerkannt bleiben, denn ihre Symptome zeigen sich oft unspezifisch und wechselhaft. Da auch ihre Entstehung häufig schleichend beginnt, kann es schwer fallen, einen genauen Zeitpunkt zu bestimmen, an dem sie das erste Mal in Erscheinung trat. Meist sieht man einem Menschen seine Erkrankung auf den ersten Blick zudem kaum an, lediglich nahestehende Personen mögen bemerken, dass mit ihrem Gegenüber etwas nicht in Ordnung ist. Den eigentlichen Leidensdruck geben Betroffene dabei kaum zu erkennen.

Der Grund für eine Depression kann letztlich nicht auf einen einzigen Faktor beschränkt werden, denn genetische Faktoren können ebenso eine Rolle bei ihrer Entstehung spielen wie hormonelle Bedingungen und traumatische Erfahrungen. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass depressive Episoden – Verstimmungen, die mehr oder weniger plötzlich entstehen und für wenige Wochen anhalten – sehr häufig vorkommen. Diese können als einmaliges Geschehen auftreten oder nach Jahren nochmals zum Vorschein treten. Hiervon zu unterscheiden sind chronische depressive Erkrankungen, die lange andauern und sozusagen den Grundtonus eines Menschen bestimmen. Beide Formen sind meist weit schwerwiegender als von Außen oft wahrgenommen und zweifelsohne behandlungswürdig. 

Eine Depression kann lange Zeit laviert sein, was bedeutet, dass sie durch verschiedenste körperliche Symptome, die scheinbar für sich selbst bestehen, zum Ausdruck kommt. Dies führt dazu, dass die Depression lange Zeit nicht als solche erkannt wird. Der Betroffene kann über Verdauungsbeschwerden, Rückenschmerzen, Herzenge, einen Kloß im Hals, Kreislaufbeschwerden und Hitzewallungen, aber auch psychische Symptomen wie Angstzustände und Schlaflosigkeit berichten und einen äußerst hohen Leidensdruck empfinden. Häufig ist er sich seiner zugrunde liegenden Depression jedoch selbst nicht bewusst oder kann bzw.

will sich die offensichtliche Beeinträchtigung nicht eingestehen. Familienväter, die in der Arbeit ihren Mann stehen und alleinerziehende Frauen, die ihre Kinder so gut wie möglich versorgen wollen, sich jedoch überlastet fühlen, sind häufig betroffen. Doch auch alle anderen Personen in individuellen Lebenslagen sind nicht vor einer solchen Erkrankung geschützt. Wir wissen inzwischen, dass selbst sehr erfolgreiche Menschen ohne offensichtlichen Mangel an äußeren Sicherheiten betroffen sind. Daher gilt es, ein offenes Auge und Ohr zu haben, wenn körperliche Beschwerden ohne nachvollziehbaren Befund vorliegen oder von Gefühlen der Leere, anhaltender Energie- und Lustlosigkeit oder gar Gedanken ans Sterben berichtet wird.

Leidensdruck, egal ob körperlich oder mental zum Ausdruck gebracht, ist immer eine Aufforderung zum Handeln. Erfahrene Ärzte, Therapeuten und Pädagogen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffene so gut wie möglich aufzufangen und mit ihnen einen Therapieplan zu entwickeln. Die Diagnose einer Depression kann nur vom Facharzt gestellt werden, dennoch sollen Symptome, die auf eine solche hinweisen können, hier übersichtlich dargestellt werden:

  • andauernde oder häufig wiederkehrende Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit
  • auffallende übersteigerte Erregbarkeit und Tüchtigkeit im Wechsel mit Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit (zum Ausschluss einer Bipolaren Störung)
  • Wutausbrüche, Reizbarkeit
  • Gedankenkreisen
  • Ängste
  • Schlafstörungen
  • überzogenes Leistungsdenken hinsichtlich der eigenen Person
  • Verdauungsbeschwerden
  • Muskelkrämpfe
  • unklare Schmerzen
  • Medikamenten- und/oder Alkoholmissbrauch
  • Suizidgedanken

Alle der oben genannten Symptome können einzeln oder gemeinsam auftreten und können, müssen jedoch kein Hinweis auf eine Depression sein. Wer den Verdacht hegt, er selbst oder ein ihm Nahestehender könnte an einer depressiven Erkrankung leiden, der sollte sich einer nahestehenden Person oder einem Fachmann anvertrauen bzw. das vorsichtige Gespräch mit dem Betroffenen suchen.

Vielen an Depressionen erkrankten Menschen erscheint das Leben sinnlos und leer. Es fällt ihnen schwer, Dinge zu sehen oder vielmehr zu empfinden, für die es sich zu leben lohnt. Diese negative Wahrnehmung und die oft empfundene Lustlosigkeit können dazu führen, dass früher oder später der Griff zum Alkohol geschieht, um die nur schwer zu ertragenden Symptome zu lindern. Vorübergehend wird hierdurch meist die Stimmung gehoben und ein künstliches Wohlgefühl erzeugt. Gefühle der Aussichtslosigkeit und Minderwertigkeit, die einer Depression häufig zugrunde liegen, geraten für eine Weile in den Hintergrund. Für den Erkrankten scheint eine Medizin gefunden, deren langfristige Folgen er verdrängt.

Nicht lange geht eine solche Bewältigungsstrategie gut, denn bereits nach kurzer Zeit stellen sich die Folgeerscheinungen des Alkoholkonsums ein. Dieser nämlich hebt nicht nur die Stimmung, er verursacht auch eine Gereiztheit, die soziale Probleme mit sich bringen kann. Nach einem Rausch folgt der berühmte Kater, der mit diversen körperlichen Beschwerden verbunden ist. Der eigene Zustand wird nun als noch belastender empfunden, und da keine anderen Bewältigungsstrategien zur Verfügung stehen, ist der nächste Griff zur Flasche meist vorprogrammiert. Bei alledem bleibt die zugrunde liegende Erkrankung bestehen und ein Teufelskreis, der nun zwei ernsthafte Problematiken speist, entsteht.

Auch diese Tatsache sei erwähnt: Depressionen können ebenso durch hohen Konsum von Alkohol induziert sein, da dieser wichtige Wirkmechanismen des Gehirns stört und direkten negativen Einfluss auf Botenstoffe und die Reizübermittlung ausübt. Durch die regelmäßige Überstimulation werden körpereigene Prduktionsprozesse im Gehirn dauerhaft gedrosselt, wodurch es bei Wegbleiben des Alkohols zu Entzugserscheinungen kommt. Veränderte Hirnstrukturen bedingen schließlich die Depression oder verstärken eine bereits vorhandene dramatisch. Nicht zuletzt die mit einer Alkoholkrankheit oft verbundenen sozialen Folgen wie Einsamkeit und Isolation ebnen den Weg in die Erkrankung.

Die Behandlung einer Depression setzt voraus, dass beim Betroffenen eine gewisse Krankheitseinsicht und der Wunsch zur Genesung besteht. In der Regel ist es der Hausarzt, der eine Überweisung zum Facharzt bzw. zum psychologischen Psychotherapeuten ausstellt oder die Einweisung in eine Klinik empfiehlt. Je nachdem, in welcher Verfassung sich der Erkrankte befindet, kann es hilfreich sein, seinen Zustand zumindest vorübergehend mit geeigneten Medikamenten zu stabilisieren und eine Psychotherapie überhaupt erst möglich zu machen.

Diese nämlich erfordert Eigeninitiative und die Fähigkeit, bestimmte Zusammenhänge und Gegebenheiten zu reflektieren, die für die eigene Situation von Bedeutung sein könnten. Sie kann in ambulanten Sitzungen bei einem niedergelassenen psychotherapeutischen Psychologen oder in einer Klinik erfolgen, die teilweise auch teilstationäre Therapien ermöglichen. Das umfassendste Therapieangebot wird jedoch an Fachkliniken geboten, die nicht nur mit den gängigsten Verfahren wie Gesprächstherapie und Verhaltenstherapie arbeiten, sondern diese durch Maßnahmen wie Ergotherapie, Gruppengespräche und körperorientierte Therapien und Verfahren stützen. Es gibt jedoch noch eine weitere Zahl an Therapiemethoden, die der Genesung von Depressionen dienlich sein können, jedoch in den meisten Kliniken aufgrund verschiedenster Umstände nicht zur Anwendung kommen.

In unserer Klinik auf Mallorca sind wir ganz auf die Bedürfnisse unserer Patienten eingestellt und nehmen uns auch für die Dinge Zeit, die in vielen anderen Kliniken keinen Raum finden, jedoch dem persönlichen Vorankommen zuträglich sind.

Holistischer Ansatz

Wir wollen Sie und den Hintergrund Ihrer Erkrankung bestmöglich verstehen, denn für Gesundheit sollten Körper, Seele, Geist und Emotion im Einklang sein. Daher erstellen wir ein speziell auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes ganzheitliches Therapiekonzept. Hierfür erheben unsere klinischen und psychiatrischen Spezialisten eingangs alle relevanten Daten aus Gesprächen, Untersuchungen und Laborbefunden, die Aufschlüsse über Ihre Erlebenswelt und die wichtigsten biologischen Systeme wie beispielsweise das Nervensystem und das endokrine System geben. Eine zusätzliche detaillierte Bewertung des Lebensstils und der Ernährung, die unter anderem einen Lebensmittelunverträglichkeitstest und eine biochemische Untersuchung des Gehirns beinhaltet, liefert weitere Aufschlüsse, die für die Therapie von Bedeutung sind.

Neueste technologiebasierte Therapien

Unser Konzept beruht auf ganzheitlichen Methoden, sodass dem Einzelnen auf allen Ebenen des Menschseins bestmöglich Unterstützung geboten ist. Teil unseres Angebotes ist Biofeedback, Neurofeedback, Transkranielle Magnetstimulation (TMS) sowie die Messung der Herzfrequenzvariabilität. 

Rund-um-die-Uhr Betreuung

Während Ihrer Zeit an unserer Klinik werden sie 24/7 durch einen Concierge betreut. Dieser wird Ihnen zu jeder Tages- und Nachtzeit behilflich sein, sollten sie Fragen haben. Sie erholen und genesen bei uns unter Luxusbedingungen, die guttun.

Luxuriöse Unterkünfte

Auch die bereitgestellten Unterkünfte, die sich inmitten traumhafter Natur befinden, versprechen höchsten Komfort. Die heilsame Umgebung und unser Rundum-Service stellen sicher, dass Sie sich wohlfühlen. Zudem sorgen unsere Reinigungskräfte dafür, dass Ihre Unterkunft regelmäßig gereinigt wird und sie jeden Tag aufs neue willkommen heißt.

Die Ernährung

Die extra auf Sie zugeschnitten Mahlzeiten werden Ihnen direkt in Ihre private Residenz serviert und entsprechen genau den Anforderungen, den Ihre Vorlieben, Ihr Stoffwechsel und Ihr Nährstoffbedarf an sie stellt. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie das für Sie zubereitete Gourmet-Essen.

Ihr Privatkoch

Er ist dafür zuständig, Ihnen den perfekten Ernährungsplan zu kreieren, der sich an den Informationen Ihrer Anamnese und den Ergebnissen der Labortests orientiert. Auf diese Weise erhalten Sie ein individuell geschnürtes Paket an vitamin-, mineral- und nährstoffreichen Rezepten, die Ihnen dabei helfen werden, bestmöglich zu Kräften zu kommen.

Freizeitgestaltung

Auch die Freizeit will dazu dienen, das Befinden zu verbessern und zu stabilisieren. Erholsame Strandausflüge, Wandern auf ausgewählten Pfaden und interessante Stadtbesuche schenken Ihnen die Möglichkeit, Eindrücke zu sammeln, an die Sie später gerne zurückdenken werden.